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"Koffein-Cocktail" gegen Schlaganfall

11.04.2003


Kombination aus Koffein und Alkohol im Test



Die Kombination aus Koffein und Alkohol könnte das Schlaganfall-Mittel der Zukunft sein. Die ersten 23 Patienten, denen bei klinischen Versuchen der "Koffein-Cocktail" verabreicht wurde, tolerierten die Mischung gut, schreiben Forscher der University of Texas-Houston Medical School im Fachmagazin Stroke. Anders als bei vorangegangenen Tierversuchen konnte die Dosis der Kombination sogar verringert werden. Noch ist unklar, wie die Wirkstofflösung "Coffeinol" das Gehirn schützt.



Ratten-Versuche zeigten bereits, dass sich nach der Injektion von Coffeinol die Schlaganfall-Schäden im Gehirn bis zu 80 Prozent reduzierten. Nämlich dann, wenn die Kombination innerhalb von drei Stunden nach der Blockierung der Blutversorgung ins Gehirn verabreicht wurde. "Kaffee oder Alkohol alleine sind kein Schutz, aber die Kombination war wirksam", erklärte Studienautor und Neurologe James C. Grotta. Ziel der ersten Versuche am Menschen war es, die Sicherheit des Wirkstoffes zu testen. Laut Grotta war das Mittel sicher und hatte bis für einen Patienten, der aufgrund eines schwachen Kreislaufes während der Behandlung Herzprobleme bekam, keine Nebenwirkungen. Es stellte sich zudem auch bei jenen Patienten als sicher heraus, die mit dem Gewebe-Plasminogen-Aktivator (tPA), einem körpereigenen Protein, behandelt wurden. tPA spielt eine wichtige Rolle bei der Auflösung von Blutgerinnseln.

Als nächstes stehen umfassende Vergleichsstudien auf dem Plan. Es soll der therapeutische Effekt von Coffeinolgaben untersucht werden. Zusätzlich will Grotta die Behandlung mit Coffeinol mit der gezielten Absenkung der Körpertemperatur nach einem Infarkt kombinieren. Studien haben bereits gezeigt, dass die gezielte Unterkühlung des Gehirns nach einem Infarkt den Schlaganfall-Schaden im Gehirn begrenzen kann. "Die Kombination von Kühlung und Coffeinol könnte den Schutz noch erhöhen", so der Neurologe.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.med.uth.tmc.edu
http://stroke.ahajournals.org

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