Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste Lungentransplantation erfolgreich

10.04.2003


Anfang März 2003 wurde in Freiburg die erste Lungentransplantation in Form einer Doppellungen-Transplantation bei einem Patienten mit einer Lungenfibrose durchgeführt.



Bei einer Pressekonferenz berichteten heute die beteiligten Ärzte (Prof. Dr. Joachim Hasse (Thoraxchirurgie), Prof. Dr. Joachim Müller-Quernheim (Pneumologie), Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf (Herzchirurgie), Prof. Dr. Günter Kirste (Transplantationszentrum) und Dr. Torsten Loop (Anästhesie) ) über diese Operation.



Das Klinikum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat ideale Voraussetzungen für die Lungentransplantation, denn es verfügt über eine Abteilung für Thoraxchirurgie und eine Abteilung für Pneumologie. Der Erfolg von Organtransplantationen hängt von der Zusammenarbeit der beteiligten klinischen Disziplinen ab und von der Zusammenarbeit mit spezialisierten Laboratorien und dem Pathologischen Institut. Im Falle der Lungentransplantation sind die Abteilung für Pneumologie der Inneren Medizin, die Abteilung Anästhesiologie und die Chirurgischen Abteilungen Thoraxchirurgie sowie Herz- und Gefäßchirurgie gefordert.

Die erste Transplantation in Freiburg ist erfolgreich verlaufen, und der Patient konnte bereits zwei Wochen nach der Transplantation spazieren gehen, ohne einen Sauerstofftank mit sich zu führen.

Eine Reihe von Erkrankungen, die meist entzündlicher Natur sind, können zu einem Versagen der Atmung führen. Hierzu gehören sowohl chronische Erkrankungen, bei denen sich dieses Atmungsversagen nach vielen Jahren der Krankheit einstellt, als auch akute Erkrankungen, bei denen eine Lungentransplantation innerhalb weniger Monate oder gar Wochen notwendig wird.

Bei der Lungenfibrose kommt es durch chronische Entzündungsvorgänge zu einer Zerstörung der Lungenbläschen und letztendlich zu einem Versagen der Atmung. So benötigte der in Freiburg operierte Patient in den letzten Jahren zunehmend eine Versorgung mit Flüssig-Sauerstoff, und in den Wochen vor der Transplantation konnte eine akzeptable Sauerstoff-Sättigung des Blutes nur noch durch hohe Sauerstoff-Konzentrationen und eine künstliche Beatmung aufrecht erhalten werden. In dieser bedrohlichen Situation rettete die Lungentransplantation das Leben des Patienten.

In Deutschland warten etwa 600 - 800 Patienten auf eine Lungentransplantation. Die Sterblichkeit auf der Warteliste wird für das erste Jahr auf 20% und für das zweite Jahr auf 40% geschätzt. Aufgrund der geringen Zahl an Organspenden können jedoch nur etwa 130 - 150 Transplantationen pro Jahr durchgeführt werden.

Im vergangen Jahr wurde in Freiburg begonnen, Patienten auf eine Warteliste für die Lungentransplantation zu nehmen, und im Februar 2003 waren sämtliche Voraussetzungen für eine Lungentransplantation geschaffen.

Kontakt:

Prof. Dr. Joachim Hasse
Ärztlicher Direktor der Abteilung Thoraxchirurgie
Telefon: 0761 - 270-2457
Fax: 0761 - 270-2499
e-mail: hasse@ch11.ukl.uni-freiburg.de

Prof. Dr. Joachim Müller-Quernheim
Ärztlicher Direktor der Abteilung Pneumologie
Tel.: 0761 - 270-3705
e-mail: jmq@medizin.ukl.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte