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Pankreaszentrum bietet Informationen für Patienten mit neuer Homepage und Hotline

26.03.2003


Europäisches Pankreaszentrum an der Chirurgischen Universitätsklinik bietet umfassende Betreuung an / Neue Homepage und Hotline für Patienten



Manche Organe und ihre Erkrankungen fristen zu Unrecht ein Schattendasein in der Öffentlichkeit. Dazu gehört auch die Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Dabei hat die Zahl der schweren Erkrankungen - Entzündung und bösartige Tumoren - in den vergangen Jahren zugenommen.

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An der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg ist in den vergangenen zwei Jahren ein Schwerpunkt etabliert worden, der Patienten mit Pankreaserkrankungen eine umfassende Betreuung anbietet und neue Therapieformen entwickelt. Das Europäische Pankreaszentrum hat jetzt eine Homepage unter www.pankreasinfo.com mit Informationen über Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und ihre Behandlung eingerichtet. Dort können auch Broschüren zu den wichtigsten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse angefordert werden. Zusätzlich hat das Zentrum eine Hotline unter 0700 / 726 27 327 oder 0700 / PANCREAS geschaltet, die Anlaufstelle für alle Ratsuchenden ist. Ansprechpartner ist der erfahrene Internist und Spezialist für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Dr. Reinhard Singer.

"Im Pankreaszentrum arbeiten verschiedene ärztliche Fachrichtungen eng zusammen", erklärt Professor Markus W. Büchler, Leiter des Zentrums und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Allgemeinchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. "Recht seltene Erkrankungen sehen wir häufiger, deshalb haben wir umfangreiche Erfahrungen damit." Ein weiterer Vorteil des Zentrums, das mit anderen Pankreaszentren in Europa kooperiert: Durch die große Zahl an Patienten können hier Ursachen der Pankreaserkrankungen und neue Behandlungsstrategien erforscht werden. Im vergangenen Jahr konnte das Team von Prof. Büchler mehr als 300 Eingriffe zur Behandlung von Entzündungen und Tumoren des Pankreas vornehmen.

Diagnostik und Behandlung im Team / Patienten fit für den Alltag machen

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind komplex, denn ihre Verdauungssekrete und Hormone, etwa das Blutzuckerhormon Insulin, spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel. Bei Diagnostik und Therapie ist eine enge Kooperation von verschiedenen Internisten (Spezialisten für Magen-Darmkrankheiten, Diabetes und Krebs), Radiologen und Chirurgen gefragt.

Liegt ein Tumorleiden vor, kommen oft die Strahlentherapeuten hinzu. "Wir möchten sicherstellen, dass unsere Patienten nach ihrer Operation nicht nur entlassen werden, sondern auch den Alltag bestehen können", erklärt Prof. Büchler.

Doch das Leben ohne Bauchspeicheldrüse oder mit einer eingeschränkten Funktion des Organs muss gelernt sein. Wie oft soll ich essen? Wann nehme ich Medikamente ein, die den Verdauungssaft der Drüse ersetzen? Wie bekomme ich meinen Blutzucker in den Griff? "Es ist sehr wichtig, dass wir die Patienten zu ihrer Ernährung und Lebensführung beraten", sagt. Dr. Singer. Betreut werden sollen die Patienten von ihren Allgemeinmedizinern vor Ort, mit denen die Heidelberger Klinik zusammenarbeitet. Ein- bis zweimal im Jahr kommen sie zu einem Nachsorgetermin nach Heidelberg.

"Wichtig ist auch unsere Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen, von denen wir viel über die Probleme der Patienten lernen können", sagt Dr. Singer. Der "Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V." wurde 1976 in Heidelberg gegründet und hat seine Geschäftsstelle in Dormagen. Er hat bundesweit Kontaktstellen, an die sich Betroffene wenden können.

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.pankreasinfo.com
http://www.adp-dormagen.de

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