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Basis-Test zur Diagnose von SARS entwickelt

25.03.2003


Forscher der University of Hongkong haben eigenen Angaben zufolge einen Bluttest für jenes Virus entwickelt, das für die mysteriöse Lungeninfektion verantwortlich sein soll.



Der Test ist aber noch nicht ausgereift, schreibt das Wall Street Journal. Es bedarf demzufolge noch einer Weiterentwicklung, bevor er eingesetzt werden kann. Bis zu einer Impfung bzw. einer Heilung von SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) ist es noch ein weiter Weg.

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WHO-Virologe Klaus Stöhr, der die internationale Forschung in den Labor betreffend SARS koordiniert, bezeichnet die Entwicklung des Diagnose-Tests dennoch als "spektakuläre Errungenschaft", die tatsächliche SARS-Fälle von Nicht-Trägern des Viruses unterscheidbar macht. Besonders in Hongkong werden Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen von Menschen, die glauben, sich infiziert zu haben, gestürmt. Sie nehmen bereits dünn gesätes medizinisches Personal in Anspruch, das sich infolge nicht mehr ausreichend um die tatsächlich Betroffenen kümmern kann. Darüber hinaus steigt die Besorgnis, da sich die Krankheit schnell in bislang noch nicht betroffene Regionen ausdehnt.

Der Test soll spezifische Antikörper im Blut der Virus-Träger erkennen. Bei Proben von acht SARS Patienten produzierte der Test übereinstimmende Ergebnisse, bestätigt die WHO in einer Aussendung. Die normalerweise vorherrschende Konkurrenz zwischen Forschern wurde hintangestellt. "Sie arbeiten praktisch Schulter an Schulter und produzierten in weniger als einer Woche Ergebnisse, für die unter anderen Umständen Monate nötig sind", erklärt Stöhr.

Noch suchen Forscher fieberhaft nach der Identität des Virus. Fest steht, dass es sich bei dem von Hongkonger Forschern isolierten Erreger um ein Virus der Paramyxoviridae Familie handelt. Laut Angaben der WHO gibt es derzeit 386 SARS-Fälle in 15 Ländern. Die höchste Rate verzeichnet Hongkong. Hier ist die Zahl der Fälle seit Freitag um 25 Prozent auf 247 Fälle angestiegen.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wsj.com
http://www.who.int
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030319004

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