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Neuer Aids-Impfstoff schützt nicht alle

24.02.2003


HIV-Infektionsrate sinkt vorwiegend bei schwarzen und asiatischen Probanden



Das an der Nasdaq notierte kalifornische Biotech-Unternehmen VaxGen hat die Ergebnisse seines Aids-Impfstoffes AIDSVAX bekanntgegeben. Die am Menschen getestete Vakzine schützt nicht die Gesamtpopulation, könnte aber die schwarze und asiatische Bevölkerung schützen. Die Studienergebnisse zeigen, dass diese Probanden mehr Antikörper gegen HIV bildeten. Die Daten werden in den kommenden Monaten von der Food and Drug Administration FDA begutachtet. Eine Zulassung könnte folgen.



AidsVax ist der erste HIV-Impfstoff, der die dritte Phase der klinischen Versuchsreihe abgeschlossen hat. Mehr als 5.000 Probanden, homosexuelle Männer und Frauen mit hohem HIV-Risiko, nahmen an der über drei Jahre dauernden Studie teil. Die ersten Ergebnisse sind eher ernüchternd. Der Impfstoff reduzierte die HIV-Infektionsrate um lediglich 3,8 Prozent. Besser schnitt der Impfstoff bei schwarzen und asiatischen Probanden ab. Bei ihnen reduzierte sich im Vergleich zur Placebo-Kontrollgruppe die Infektionsrate um 67 Prozent, so das Unternehmen in einer Aussendung. Allerdings war diese Subgruppe mengenmäßig unterrepräsentiert. VaxGen spricht dennoch von einem statistisch signifikanten Ergebnis. "Wir wissen nicht genau, warum manche ethnischen Gruppen eine bessere Immunreaktion zeigen. Es liegt nahe, dass der Impfstoff, der die Produktion der neutralisierenden Antikörper stimuliert, mit der Infektionsprävention korreliert", erklärt der Erfinder des Impfstoffs Phillip Berman. Um eine Lizenz zu erhalten, müssen Forscher die Wirksamkeit des Impfstoffes bei zumindest einem Drittel der Patienten bestätigen.

Die Ergebnisse des Impfstoffes wurden lange erwartet, da es bis dato noch keinen wirksamen Impfstoff gegen den tödlichen Virus gibt. Der neue Impfstoff ist laut Unternehmens-Angaben sicher, da er kein genetisches Material des HIV-Viruses enthält. Die Immunreaktion bzw. die Antikörperproduktion des Körpers wird stattdessen durch synthetische HIV-Protein-Kopien ausgelöst. Auf dem selben Prinzip basieren andere Aids-Impfstoffe, die sich aber noch in er frühen Entwicklungsphase befinden.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.vaxgen.com

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