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Bluthochdruck bei Schwangeren fördert Herzerkrankungen

10.02.2003


Präeklampsie betrifft mehr Frauen als Brustkrebs



Frauen, die während der Schwangerschaft an Bluthochdruck leiden, haben ein hohes Risiko im späteren Leben eine schwere Herzerkrankung zu erleiden. Zu diesem Ergebnis sind amerikanische Mediziner gekommen. In der Regel leiden etwa fünf bis sechs Prozent der Schwangeren an Präeklampsie, wie der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck genannt wird, berichten die Forscher beim Meeting der Society for Maternal-Fetal Medicine in San Franzisko.



"Präeklampsie sollte zu den Risikofaktoren für Herz- oder Kreislauferkrankungen zugefügt werden", fordert Edmund Funai, Mediziner an der Yale Universität. Diese Erkrankung zähle nämlich ebenso dazu wie etwa Diabetes, Fettleibigkeit oder Rauchen. Der Forscher bezieht sich auf eine Studie, die gemeinsam mit israelischen Wissenschaftlern zwischen 1964 und 1976 an über 34.000 Frauen durchgeführt wurde. Nach Angaben der Mediziner hatten Frauen, die an Präeklampsie litten, ein doppelt so hohes Risiko an Herzerkrankungen zu sterben. Die Forscher warnen davor, dass die Erkrankung mehr Frauen betreffe als etwa Brustkrebs. "Bisher sind die Mediziner davon ausgegangen, dass die Erkrankung nach der Geburt des Kindes so zu sagen geheilt ist", so der Wissenschaftler.

In die gleiche Kerbe schlägt auch eine zweite wissenschaftliche Studie, die von norwegischen und schottischen Wissenschaftlern durchgeführt wurde. Demnach sollten Frauen, die während der Schwangerschaft an Präeklampsie gelitten haben, in ihrem weiteren Leben ein genaues Herz-Kreislauf-Monitoring durchführen. Damit soll die Sterblichkeitsrate von Müttern gesenkt werden. "Es stimmt, dass die Erkrankung ein Indiz für weitere Herz-Kreislaufprobleme ist. Es stimmt auch, dass nach den Forschungsberichten die Sterblichkeitsrate von Frauen erhöht ist, dennoch darf keine Panik deswegen aufkommen", so Tom Easterling, Gynäkologe an der University of Washington in Seattle.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.smfm.org

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