Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hoher Blutzucker sorgt für Gedächtnislücken

04.02.2003


Ansatz für neue Behandlungsmethoden von mentaler Dysfunktion



Ein hoher Bluzuckerspiegel hat nach Ansicht von amerikanischen Forschern Auswirkungen auf die Hirnleistung. Das könnte auch darauf hinweisen, warum manche Menschen im Alter stärker an Gedächtnisproblemen leiden, berichtet das Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Die Gehirnleistung kann durch Übungen und Gewichtsabnahme, die den Blutzuckerwert senkt, verbessert werden.



Glukose ist wie Treibstoff für den Körper. Hohe Blutzuckerwerte, die zeigen, dass der Transfer von Zucker ins Gewebe nicht mehr funktioniert, sind ein Indikator für Diabetes. Die Wissenschaftler der Universität von New York haben 30 Männer und Frauen im Alter von 53 bis 89 Jahren untersucht. Bei einigen der Probanden waren die Blutzuckerwerte höher. Sie litten an einer so genannten pathologischen Glukosetoleranz (IGT), die häufig vor einer Diabetes feststellbar ist. Die Forscher haben bei den Patienten insbesondere die Leistung des Hippocampus, einer Hirnregion, die für das Lernen und die Gedächtnisleistung zuständig ist, untersucht. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass die IGT-Patienten einen kleineren Hippocampus aufwiesen als jene, die normale Zuckerwerte hatten. Sie schnitten in Tests, die das Kurzzeitgedächtnis in Anspruch nahmen, schlechter ab. Nach Ansicht der Wissenschaftler werde beim Nachdenken zuviel Druck auf die "Treibstoff-Reserven" ausgeübt. Das führe zu Gedächtnislücken. Die Hippocampus-Region ist eine sehr empfindliche Region im Gehirn.

"Wir haben mit der Untersuchung bewiesen, dass die Regulierung der Glukose im menschlichen Körper mit der Gedächtnisleistung in Zusammenhang steht", so Antonio Convit, Professor für Psychiatrie und Mediziner am Center for Brain Health an der NYU School of Medicine. Die Erkenntnisse sollen dazu führen, dass den Blutzuckerwerten größere Bedeutung geschenkt werde. Das sei auch ein Ansatzpunkt für weitere Studien von Fettleibigkeit und Diabetes. "Es gibt viele ältere Menschen, aber auch viele im mittleren Alter, die an IGT leiden und mentale Dysfunktionen haben", so Convit.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http:// http://www.pnas.org

Weitere Berichte zu: Blutzuckerwert Diabetes Gedächtnisleistung IGT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen