Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Funktionen wichtiger Organe künstlich nachbilden

26.10.2000


Zentralinstitut für Medizintechnik der TU München zum Wintersemester 2001/2002 bezugsfertig.

"In Garching werden wir am neuen Zentralinstitut für Medizintechnik Wege finden, künstlich Funktionen wichtiger Organe und Gewebe nachzubilden. Dadurch hoffen wir, dem Patienten deutlich bessere Überlebenschancen geben zu können", sagte Prof. Dr. Erich Wintermantel, Direktor des neu gegründeten Zentralinstituts für Medizintechnik, vor der Presse am Donnerstag. Auf dem Campus der Universitätsstadt habe die TU unmittelbar neben der Fakultät für Maschinenwesen (Bezug 1997) und in direkter Nachbarschaft zum Neubau der beiden Fakultäten für Mathematik und Informatik (Fertigstellung 2002) mit dem Bau des Zentralinstituts für Medizintechnik begonnen. Im April 2001 werde der Grundstein gelegt.

Nach dem Entwurf des Münchner TU-Architekten Prof. Dr.-Ing. Theodor Hugues werden im 52 Millionen Mark teuren Neubau modernste Laboratorien, Vorlesungs- und Gruppenräume für Mitarbeiter eingerichtet. Zentrum des Instituts werden Reinraum-Laboratorien für Chemie und Keramikarbeiten sein. Auch Zell- und Gewebekulturen sollen dort gezüchtet werden.

"Die Studenten, die bereits ein Medizinstudium absolviert haben, werden in individuell abteilbaren Gruppenräumen wissenschaftlich arbeiten", erklärte Wintermantel. In der Medizintechnik sei es wichtig, dass immer wieder neue grundlegende Kernkompetenzen geschaffen werden. Daher müsse der Neubau in der Aufteilung sehr flexibel sein. "Immer dann, wenn die Medizinwissenschaft sich neu gruppiert habe, ergeben sich oft neue Entwicklungen", beschrieb der Medizintechniker die sich kontinuierlich verändernde Forschungslandschaft. Es werde gewiss nicht sehr lange dauern, bis ein oder zwei Patente pro Wissenschaftlergruppe zur Anmeldung kommen. Unternehmensgründungen seien die logische Folge. "Dazu liegt Garching ideal, zumal München ein Zentrum des Venture-Capitals ist", unterstrich Wintermantel. Nach Fertigstellung des Zentralinstituts für Medizintechnik sollen in Garching zahlreiche internationale Symposien und Kongresse stattfinden.

Dieter Heinrichsen M.A. | idw

Weitere Berichte zu: Medizintechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie