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Gehört die Injektionsspritze bald der Vergangenheit an?

10.01.2003


Medizin mit der Nadel spritzen - das könnte bald der Vergangenheit angehören. Eine Forschungsgruppe an der australischen University of Queensland arbeitet an Möglichkeiten, die einschlägigen Medikamente als Tablette einzunehmen.

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Medikamente wie Insulin und Impfstoffe mit der Nadel zu injizieren - das könnte bald unnötig sein. Professor Istvan Toth vom Fachbereich Pharmazie der australischen University of Queensland (UQ) arbeitet in einem Forschungsprojekt daran, zahlreiche Medikamente, die injiziert werden müssen, durch Tabletten zu ersetzen. Die Forschungsgruppe hat ein Verfahren entwickelt, das Peptide mit speziellen Fetten und Zuckern verändert. "Peptide wie Insulin und Sexualhormone regulieren unsere natürlichen Körperfunktionen", erklärt Professor Toth. "Sie können bislang nicht durch den Mund eingenommen werden, sondern müssen gespritzt werden." Die Forschungsgruppe benutzt Fette, um die Präparate stabiler zu machen und sie so in die Lage zu versetzen, verschiedene biologische Membranen, wie etwa die Darmwand, stabil zu durchlaufen. Zucker werden hinzugefügt, damit die Medikamente besser löslich und leichter einzunehmen sind.

Die Forschungsergebnisse könnten die Kosten von Impfungen drastisch reduzieren, was vor allem in der dritten Welt ein Vorteil ist.


Im Moment befindet sich das Forschungsprojekt in der fortgeschrittenen vorklinischen Phase. Die Anwendung an Testpersonen kann innerhalb der nächsten drei Jahre beginnen.

Hilka Leicht M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.uq.edu.au
http://www.uq.edu.au/news/index.phtml?article=3755

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