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Zukunftsweisender Handschuh mit künstlichen Muskeln entwickelt

08.01.2003


Die University of Wollongong, Australien, hat zusammen mit den Royal North Shore Hospital (RNSH) in Sydney einen Rehabilitationshandschuh patentieren lassen, der die Genesung von Patienten nach chirurgischen Eingriffen oder Trauma an der Hand bedeutend verbessern wird.



In den Handschuh sind künstliche Muskeln integriert, die den Patienten bei seinen Bewegungen unterstützen.

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Das Intelligent Polymer Research Institute (IPRI) hat Fasern entwickelt, die in den Handschuh eingepaßt werden und ihm damit Bewegungen ähnlich kontrahierender Muskeln ermöglichen. Dr. Tim Scott, Forschungsdirektor des Quadriplegic Hand Research Bereichs am RNSH, wandte diese Entwicklung im Bereich Muskel-ähnlicher Fasern auf eine Vorrichtung an, die der Hand wie ein Handschuh angepasst wird und die die Rehabilitation nach Handoperationen, -trauma oder -lähmungen unterstützt.

Laut Professor Gordon Wallace, Direktor des IPRI, ist das Forscherteam nur einige Monate davon entfernt, fortgeschrittene Prototypen des Handschuhs zu entwickeln.

Die Entwicklung des Handschuhs wurde von ergänzenden Forschungserfolgen begünstigt. Wissenschaftler am IPRI haben in enger Zusammenarbeit mit einer Forschergruppe der Monash University eine Palette Salz-basierter Flüssigkeiten entwickelt, die die Leistungsfähigkeit künstlicher Muskeln um das tausendfache steigern.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die zeitgleich von Forschern in Santa Fe, USA, durchgeführt wurden, sind in einer gemeinsamen Veröffentlichung im renommierten Wissenschaftsmagazin Science erschienen. Die Entdeckung der Flüssigkeiten hat die Entwicklung von künstlichen Muskeln so weit voran getrieben, dass innerhalb von drei Jahren einfache Prothesen mit künstlichen Muskeln zur Verfügung stehen könnten.

"Diese neuen Salze verbessern die Leistungsmerkmale in Bezug auf Geschwindigkeit, Reaktion, Belastbarkeit und Lebensdauer erheblich," so Professor Wallace.

Bisher hatten Patienten in ihrer Rehabilitation nur Zugang zu schwerfälligen mechanischen Apparaten.

"Wir verfügen jetzt über einen patentierten Handschuh, der wesentlich einfacher zu gebrauchen ist und der selbstverständlich, anders als die derzeitigen Geräte, tragbar ist."

Professor Wallace zufolge könnten zukünftige Weiterentwicklungen über derartige Handschuhe hinausgehen und in anderen Bereichen des Bewegungsapparats, wie beispielsweise im Bein, Anwendung finden.

Weitere Informationen: Professor Gordon Wallace - Director, Intelligent Polymer Research Institute
Tel.: 0061-2-4221 3319
E-mail: gordon_wallace@uow.edu.au

Der Australische Hochschulverbund IDP / Institut Ranke-Heinemann ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen Hochschulen in Deutschland, zuständig für Studienberatung, Studienplatzbewerbung, Einschreibung und Wissenstransfer. Er arbeitet not-for-profit und repräsentiert australische Forschung und Lehre weltweit. Als erste Kontaktadresse für sämtliche Fragen zu Studium und Wissenschaft für Studierende, Presse, Bildungseinrichtungen und Regierungsorganisationen kann er auch bei Fachfragen gezielt Ansprechpartner in Australien vermitteln.

Sabine Ranke-Heinemann | idw

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