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Aktives Skalpell erleichtert Operationen

07.01.2003


Eine Innovation aus dem BMWA-Programm "Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen" (PRO INNO)



Auch wenn Laserstrahlen und Ultraschall neue Möglichkeiten beim Trennen von Geweben eröffnen, sind mechanische Schneidwerkzeuge wie das Skalpell in Chirurgie, Pathologie und Anatomie nach wie vor unersetzlich. Sein Einsatz erfordert große Geschicklichkeit, denn der Operateur muss das Werkzeug sehr genau führen und gleichzeitig eine dem Gewebe entsprechende Schnittkraft auf das Instrument ausüben. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) haben Institute der Magdeburger Universität gemeinsam mit dem Unternehmen "MABA Spezialmaschinen" in Wolfen den Prototypen eines handgeführten Schneidinstrumentes für medizinische Anwendungen entwickelt, das die für den Trennvorgang notwendige Energie selbst aufbringt. Der Nutzer kann die Schnitttiefe in Abhängigkeit vom Gewebetyp problemlos regulieren und sich ganz auf die Führung des Geräts konzentrieren. Auch in der robotergestützten Chirurgie könnte das Verfahren in Zukunft Anwendung finden. Dort arbeiten Bewegungseinrichtungen bereits mit Bahngenauigkeiten, die mit der menschlichen Hand nicht zu erreichen sind.

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Das innovative System ist mit einer auswechselbaren Schneide ausgerüstet, die zu Drehschwingungen um einen Fixpunkt angeregt wird, wobei Frequenz und Amplitude variiert werden können. Es kann sicher sterilisiert und mit Schnittstellen zu übergeordneten informationsverarbeitenden Systemen ausgerüstet werden. Weitere Funktionen wie Bildaufnahme und Beleuchtung lassen sich integrieren. Die Bauform gewährleistet die komplette Übersicht über das Operationsfeld. Speziell für neurochirurgische Eingriffe steht eine miniaturisierte Ausführung des Gerätes zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Institut für Mechatronik- und Antriebstechnik
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Doz. Dr.-Ing. habil. Jürgen Bätge
E-Mail: Juergen.Baetge@Masch-Bau.Uni-Magdeburg.de

Silvia Behr | idw

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