Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartiges Patientenlagerungs- und Transportsystem STREAM

20.11.2002


Der Prototyp des STREAM-Systems im Katharinenhospital Stuttgart: Der an eine stationäre Säule "angedockte" Kohlefasertisch des Systems lässt sich, gesteuert von einem Elektromotor, über den Tisch des CT schwenken und auf diesen absenken. Der Patient muss für die CT-Untersuchung nicht umgelagert werden.



Optimierung des Notfall-Workflows


Damit eine optimale Erstbetreuung von Notfallpatienten gewährleistet ist, muss - neben der Kompetenz der Ärzte und Pflegekräfte - auch technisch und organisatorisch alles auf-einander abgestimmt sein: Kurze Wege, schnelle Verfügbarkeit modernster Diagnosegeräte, patientenschonende Patientenlagerungs- und Transportsysteme. Der Schockraum des Katharinenhospitals Stuttgart, ein Krankenhaus der Maximalversorgung und mit rund 900 Betten größtes Krankenhaus der baden-württembergischen Landeshauptstadt, ist entsprechend ausgestattet. Er verfügt über eine direkte Verbindung zu Krankenwagenanfahrt und Hubschrauberlandeplatz und ist an eine große chirurgische Ambulanz angebunden. Die sofortige diagnostische Versorgung gewährleisten ein Röntgengerät und ein Vierzeilen-Computertomograph. Im Rahmen eines Modellprojektes wurde im Katharinenhospital diese Konzeption zu Beginn des Jahres 2002 mit der Installation einer Produktinnovation von TRUMPF komplettiert: Ein schwenkbarer Patientenlagerungs- und –behandlungstisch.

STREAM steht für Sophisticated TRauma Emergency Application Management und ist ein völlig neuartiges Patientenlagerungs- und Transportsystem. Es ermöglicht ein optimales Handling an den Schnittstellen zwischen Einlieferung, Diagnose und Behandlung. Der Patient wird auf einer Carbontischplatte gelagert, die ideale Voraussetzungen für die Diagnose per Röntgengerät und Computertomograph (CT) mitbringt und mit einem Trolley einfach transportiert werden kann. Für die Untersuchungen im CT wird die Platte an eine fest im Boden verankerte Säule „angedockt“. Der Wechsel ist denkbar einfach: Der Tisch wird per Trolley an den Arm der Säule herangefahren, eingehakt und vom Trolley heruntergehoben und in den CT eingeschwenkt. In der Gegenrichtung funktioniert das Ganze entsprechend. Der Behandlungstisch ist 2,25 m lang und 0,5 m breit und für ein Patientengewicht von 200 kg ausgelegt. Der Hubbereich des Systems liegt zwischen 570 und 900 mm, die Arbeitshöhe beträgt 800 mm.


Durch die variable Einsatzmöglichkeit ist STREAM Transport- und Behandlungstisch in einem, dank seiner besonderen Materialeigenschaften ist das System auch als Untersuchungs-tisch geeignet: Die Kohlefaserplatte ist rundum durchleuchtbar: STREAM ist als konventioneller Röntgentisch wie auch für Untersuchungen in Computertomographen gleichermaßen geeignet. Transport, Behandlung, Untersuchung: Alle Stationen von der Aufnahme bis zur eventuellen Übergabe an den Operationssaal sind somit auf einer Tischplatte möglich, ohne den Patienten auch nur einmal umlagern zu müssen. Ein un-schätzbarer Vorteil, denn gerade für polytraumatisierte Patienten bedeutet Umlagerung stets ein hohes Risiko.

Die Einsparung von Umlagerungen bedeutet natürlich einen Gewinn an Zeit. Zeit, die dem Notfallpatienten zugute kommt, da Diagnostik und Therapie früher einsetzen können. Entlas-tung finden auch die Mitarbeiter. Denn im Gegensatz zu den personalintensiven und körperlich anstrengenden Umlagerungen genügt zur Handhabung des STREAM-Systems eine Per-son. Zur Steigerung der Effizienz trägt außerdem die Variante der drehbaren stationären Säule bei, wie sie am Katharinenhospital realisiert wurde. Das System ist dort so ausgerichtet, dass der STREAM-Tisch in Normalstellung unter dem Röntgengerät des Schockraums steht. Sind weitergehende Untersuchungen notwendig, wird er - gesteuert von einem Elektromotor - über den Tisch des Computertomographen geschwenkt und auf diesen abgesenkt. Nach der CT-Untersuchung wird der Tisch wieder von der Säule übernommen.

Das STREAM-System der TRUMPF Medizin Systeme GmbH, Saalfeld, sorgt somit für vielfältige Verbesserungen: Die Patienten werden schneller, schonender und mit geringerem Risiko betreut, die Mitarbeiter werden körperlich und zeitlich entlastet, die klinikinternen Untersuchungsabläufe werden effizienter. Kurzum: STREAM bedeutet eine Qualitätssteigerung in allen Bereichen der Notfallmedizin!

Kontakt:
Ulrich Prescher
Telefon +49 36 71-586-170
Telefax +49 36 71-586-165
ulrich.prescher@de.trumpf-med.com

Ulrich Prescher | TRUMPF

Weitere Berichte zu: Computertomograph Röntgengerät STREAM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise