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Vielversprechende Resultate in der Augenchirurgie

09.12.2002


Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines mittel fs-Laserpulsen präparierten Hornhautlentikels


Schnittbild einer behandelten Hornhaut 14 Tage nach der OP. Die Verringerung der Hornhautdicke ist deutlich zu erkennen


Am Laser Zentrum Hannover e.V. wurden mit einem Ultrakurzpuls-Lasersystem (Pulsdauern 120 fs*) erstmals erfolgreich refraktiv-chirurgische Eingriffe in vivo an Kaninchenaugen durchgeführt.


Bei der sogenannten fs-LASIK wird mit einem Femtosekundenlaserstrahl innerhalb der Augenhornhaut eine Linse (Lentikel) aus dem Auge herausgeschnitten. Die Brechkraft dieser Linse entspricht der Fehlsichtigkeit des behandelten Auges.

Die ersten Wundheilungsstudien dazu verliefen äußerst vielversprechend. So zeigten die behandelten Kaninchenaugen selbst bei der Korrektur von extrem hohen Fehlsichtigkeiten und damit der Entnahme von relativ viel Hornhautgewebe überraschend wenig Wundheilungsreaktion. 14 Tage nach der OP waren die Hornhäute klar und ohne Narbenbildung. Die histologische Analyse der Augen zeigte einen entsprechenden Wundheilungsverlauf wie man ihn von der bislang erfolgreich eingesetzten Excimerlaserbehandlung kennt. Der Vorteil der fs-LASIK gegenüber anderen Laserarten liegt in einer einfacheren chirurgischen Handhabung und in einem breiterem Anwendungsspektrum für eine Vielzahl von mikrochirurgischen Eingriffen am Auge.


Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

(* fs = Femtosekunde = 10-15 s)

Für mehr Information:
Laser Zentrum Hannover e.V.
Herr Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bt@lzh.de

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

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