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Computer unterstützt Therapie von Rheumapatienten

06.12.2002


TU-Wien-Entwicklung hilft Ärzten bei Diagnose von rheumatoider Arthritis

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»Arthritis »Gelenk

Zur Unterstützung der Behandlung der rheumatoiden Arthritis haben Forscher der Technischen Universität Wien (TU) ein Verfahren entwickelt, das erstmals die rechnergestützte Analyse von Röntgenbildern ermöglicht. Darüber hinaus findet es Gelenke automatisch und somit das Fortschreiten vorhandener Knochenschäden. Die Entwickler hoffen, dass die Methodik die Therapie von Rheumapatienten revolutioniert und Ärzten bei der Diagnose der Erkrankung hilft. Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische Krankheit. Sie führt zu wiederkehrenden, sehr schmerzhaften Entzündungen der Gelenke. Die Folge sind schwere Gelenksschäden, die zur körperlichen Behinderung führen.

Die Methodik wurde im Rahmen einer Diplomarbeit von Georg Langs von der Arbeitsgruppe Mustererkennung und Bildverarbeitung (PRIP) des Instituts für Rechnergestützte Automation in Zusammenarbeit mit Philipp Peloschek von der Universitätsklinik für Radiodiagnostik am AKH Wien entwickelt. "Einem Computer beizubringen, kranke von gesunden Gelenken zu unterscheiden, war nicht nur faszinierend, sondern für uns Mediziner auch überraschend einfach", erklärte Peloschek. Konventionelle Methoden zur Beurteilung von Schädigungen seien zeitaufwändig und ungenau. Jetzt könnten sich Ärzte auf die Interpretation der vom Computer ermittelten Ergebnisse konzentrieren.


Dafür muss der Computer allerdings aus den Erfahrungen des Arztes erst lernen. Während einer von Radiologen überwachten Trainingsphase werden dem Rechner Gelenke in verschiedenen Krankheitsstadien gezeigt. Dieser lernt, sie selbstständig zu unterscheiden. Radiologische Kriterien können erstmals mathematisch nachvollzogen werden, indem anatomische Formen und Strukturen für den Computer fassbar beschrieben werden. Laut Peloschek werden genau jene Argumente für das Vorliegen eines Knochenschadesn errechnet, die seit Jahrhunderten von Radiologen erfolgreich verwendet werden.

Erste Untersuchungen weisen auf eine hohe Präzision des Systems hin, heißt es weiter. Das entwickelte Verfahren spare dem Arzt Zeit und erziele wesentlich genauere Resultate. Georg Langs erhielt für seine Diplomarbeit zur automatischen Verlaufskontrolle rheumatoider Arthritis den mit 3.000 Euro dotierten PRIP-Preis (Pattern Recognition Image Processing), der für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mustererkennung und Bildverarbeitung an Studierende der TU vergeben wird.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.prip.tuwien.ac.at
http://www.univie.ac.at/radio/radio.htm

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