Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizintechnikabsolvent optimiert Kalibrator für Pulsoximeter

03.12.2002


Die Lübecker Possehl-Stiftung ehrt die beste Diplomarbeit des Jahres (Optimierung und Miniaturisierung eines auf modulierten Lichtsignalen basierenden Kalibrators für Pulsoximeter) mit dem Possehl-Ingenieur-Preis.



Am Donnerstag, den 5. 12.2002 überreicht der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Possehl-Stiftung, Dr. Helmuth Pfeifer um 11.00 Uhr den Possehlingenieurpreis im Audienzsaal des Lübecker Rathauses für die beste Diplomarbeit des Studienjahres 2002 der Fachhochschule Lübeck.



Der Possehlingenieurpreis 2002 wird an Herr Dipl.-Ing. Frank Dörries, Absolvent der Medizintechnik, für die Diplomarbeit "Optimierung und Miniaturisierung eines auf modulierten Lichtsignalen basierenden Kalibrators für Pulsoximeter" vergeben. Der Preis ist mit einer Summe von 3.000 Euro dotiert. In diesem Jahr werden zwei weitere Arbeiten mit Förderpreisen, dotiert mit jeweils 1.000 Euro, geehrt. Die Diplomarbeit "Struktur und Bausteine Brandenburgischer Dörfer am Beispiel Kampehl" in einer Gemeinschaftsarbeit der Diplomingenieure Olaf Fechner und Rouven Feist vom Fachbereich Bauwesen und die Abschlussarbeit "Entwicklung eines Messverfahrens zur Charakterisierung der optischen Eigenschaften von BiBO (BismutTriborat)" von Dipl.-Ing. Helge Langenkämper, Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, konnten sich dabei behaupten.

Bei der Arbeit des Possehlingenieurpreisträgers handelt es sich um eine weiterführende Entwicklung in der Medizintechnik, des Kalibrators für Pulsoximeter. Das Ziel der Arbeit war es, den im Rahmen der europäischen Multizentrenstudie "Pulsoximeter Calibrator" im Institut für Medizintechnik der Universität zu Lübeck (UL) entwickelten Prototyp zur invitro Kalibration von Pulsoximeter, ein auf modulierten Lichtsignalen basierenden Kalibrator, zu optimieren und zu miniaturisieren, um ein tragbares Gerät für die apparative Kalibration von Pulsoximetern zur Verfügung zu stellen.

Insbesondere in der Intensivmedizin ist die Überwachung des Sauerstofftransports von existentieller Bedeutung. Durch die Miniaturisierung des systeminternen Spektrometers ist ein 5kg schwerer und somit überall einsetzbarer Kalibrator für Pulsoximeter realisiert worden. In der abschließenden Verifizierung konnte mit Hilfe von fünf verschiedenen Pulsoximetern nachgewiesen werden, dass die Anzeigewerte der Pulsoximeter bei Anschluss an den Kalibrator mit einer Standardabweichung von nur ±1,44% SpO2 von den am Patienten gemessenen Werten abweichen.

Der in nur sechs Monaten entstandene Kalibrator erfüllt seine Funktion nachweislich an kommerziellen Pulsoximetern. Dadurch besteht erstmalig die Möglichkeit, die Pulsoximeter im klinischen Betrieb ohne Kalibrierung durch arterielles Blut zu betreiben. Der erhebliche Gewinn an Zeit und Kosten und die deutliche Erleichterung für den Patienten sind besonders wertvoll, da die Pulsoximeter in den letzten 15 Jahren eine große Verbreitung erfahren haben und heute zu den wichtigsten Geräten der Intensivmedizin gehören.

Dr. Henning Voscherau, Bürgermeister a. D. der Hansestadt Hamburg hält den Festvortrag zum Thema "Nachhaltigkeit nationalstaatlicher Reformstrategien zu Anfang des 21. Jahrhunderts".
Das Grußwort der Hansestadt Lübeck wird Stadtpräsident Peter Oertling an die ca. 170 geladenen Gäste richten.

Frank Mindt | idw

Weitere Berichte zu: Kalibrator Medizintechnik Miniaturisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Überdosis Calcium
19.06.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Berner Forschende entdecken Schlaf-Wach-Schaltzentrale im Hirn
11.06.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics