Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnellere Diagnosenerstellung

02.12.2002


High-Tech-Software für interaktive Erstellung von Befunden in der digitalen Radiologie: vom 2D-Schnittbild zur interaktiven 3D-Simulation



Die klassische Grundlage für die Befundung medizinischer Daten bilden zweidimensionale Schnittbilder, wie sie von geeigneten Verfahren – wie beispielsweise in der Computertomographie oder der Magnetresonanztomographie – erzeugt werden.

... mehr zu:
»Darm »Organ


Die Interpretation dieser Bilder erfordert eine jahrelange Erfahrung eines Radiologen. Oft erweist sich die Weitergabe der diagnostischen Ergebnisse an einen Chirurgen als schwierig, da für diesen die exakte Lage der Organe zueinander von größter Bedeutung ist. Die Tiani Medgraph – Medizinische Graphik und Bildverarbeitungs Gesellschaft bietet nun eine Lösung dieses Problems.

Mit Hilfe von geeigneter Software kann nun die zu untersuchende krankhafte Veränderung (Pathologie) als dreidimensionales Objekt dargestellt werden. Da diese Schritte sehr komplex und rechenaufwendig sind, wird meist die Darstellung des untersuchten Objekts nur aus wenigen Blickpunkten vorberechnet und dem Chirurgen präsentiert. Hier geht das niederösterreichische Unternehmen Tiani neue Wege.

Auf Basis einer vom Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft(FFF) geförderten Zusammenarbeit mit dem Institut für Computergraphik und Algorithmen der Technischen Universität in Wien konnte von Tiani ein neues bedienungsfreundliches System entwickelt werden, das ein interaktives Betrachten komplexer Strukturen erlaubt.

Interaktive Kommunikation

Dies ermöglicht nicht nur die interaktive Kommunikation zwischen interdisziplinären Kollegen, sondern auch eine schnellere und zuverlässigere Befundung durch den Radiologen.

Aus den verarbeiteten Bilddaten werden für hohle Organe – wie beispielsweise Luftröhre oder Darm – Darstellungen abgeleitet, die eine exakte Analyse und Befundung ermöglichen. Dabei wurden nicht nur bekannte Methoden in Bezug auf Interaktivität und Benutzerfreundlichkeit hin optimiert, sondern auch im Rahmen des Projekts unter anderem ein Algorithmus entwickelt, der nun den Darm virtuell „aufschneidet“ und ihn dann aufgerollt möglichst verzerrungsfrei darstellt.

Dadurch werden auch Polypen hinter Darmfalten sichtbar gemacht, während sie beim konventionellen virtuellen "Flug" durch den Darm übersehen werden können.

Die Firma Tiani Medgraph – Medizinische Graphik und Bildverarbeitungs-Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Brunn am Gebirge wurde 1989 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Entwicklung, Vertrieb und Implementierung einer Software-Produktfamilie mit dem Namen PACS (Picture Archiving and Communication Systems), die den gesamten Bereich der Dokumentation und Interaktion in der digitalen Radiologie umfasst.

| www.innovatives- oesterreich.at

Weitere Berichte zu: Darm Organ

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Proteomik hilft den Einfluss genetischer Variationen zu verstehen
27.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Clevere Folien voller Quantenpunkte

27.03.2017 | Materialwissenschaften

In einem Quantenrennen ist jeder Gewinner und Verlierer zugleich

27.03.2017 | Physik Astronomie

Klimakiller Kuh: Methan-Ausstoß von Vieh könnte bis 2050 um über 70 Prozent steigen

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie