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Künstliche Blutgefäße dank "Tissue-Engineering"

27.11.2002


Implantationsreife in drei bis sechs Wochen



Für gewöhnlich ersetzen bei Bypass-Operationen Venen die beschädigten Blutgefäße. Mit einer an der Virginia Commonwealth University entwickelten Nanotechnologie könnte Ärzten aber innerhalb von drei Jahren künstliche Blutgefäße aus dem Labor zur Verfügung stehen. Mit der neuen Technologie werden natürliche Blutgefäße rund um ein Gerüst bzw. eine Röhre aus Kollagen produziert. Die Röhren besitzen eine Größe von nur einem Millimeter Durchmesser. Dies entspricht in etwa einem Viertel des Durchmessers eines Trinkhalmes.

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Nachdem das Gerüst gebildet ist, werden glatte Muskelzellen an dessen Oberfläche angebracht. Die Zellen wachsen und innerhalb von drei bis sechs Wochen sind die Blutgefäße reif zur Implantation, erklären die Forscher um Bioingenieur Gary L. Bowlin.

Anders als bestehende synthetische Blutgefäße bisher, kommt Kollagen natürlich im Körper vor. Daher wachsen Zellen ohne Abstoßung auf dessen Oberfläche. Die Zellen befinden sich in einer "glücklichen Umgebung, sie bleiben und denken, ein Blutgefäß zu sein", erklärt Bowlin plaktativ. Kollagen ist zudem biologisch abbaubar.

Der Bioingenieur kann sich den Einsatz der vorgefertigten Blutgefäße in Notaufnahmen vorstellen, wo jede Sekunde zählt. Andere Anwendungsgebiete sind die pädiatrische Chirurgie, wo implantierte Blutgefäße im Körper des Patienten wachsen müssen und Diabetes bedingte Krankheiten. Die selbe Technologie könnten auch zum Ersatz oder zur Regenerierung von Haut, Knochen, Nerven und Muskeln eingesetzt werden, betonte der beteiligte Chemie-Ingenieur Gary E. Wnek.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.vcu.edu

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