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Schleudertrauma mit VR-Techniken erkennen

20.11.2002


Täglich erleiden etwa 550 Menschen in Deutschland durch Auffahrunfälle ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule – lang anhaltende Kopfschmerzen sind oft die Folge. Wenn Therapien und Schmerzensgeldforderungen anstehen, muss die innere Verletzung durch einen Arzt begutachtet werden. Dabei ist er jedoch auf die Aussagen des Patienten und Tastbefunde angewiesen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen- und Kernspintomographie werden zwar auch eingesetzt – sie eignen sich jedoch nur für weniger als fünf Prozent der Fälle mit strukturellen Schäden.



Um die »Diagnose Schleudertrauma« sicherer und objektiver als bisher stellen und den Grad der Verletzung einordnen zu können, entwickeln Unfallchirurgen der Universität Ulm mit Computerspezialisten des Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt ein neues VR-System. Sein Prinzip erklärt der Mathematiker Ulrich Bockholt: »Bei unserer Methode taucht der Patient in die virtuelle Realität ein. Über einen Helm mit integriertem Monitor sieht er beispielsweise den Flug eines Schmetterlings. Verfolgt er ihn, so muss er auch den Kopf drehen - Sensoren im Helm registrieren Position und Orientierung. Andere ermitteln gleichzeitig die Anspannung der Nackenmuskulatur. Diese Daten steuern wiederum den Schmetterling, damit Überbeanspruchungen vermieden werden. Der Computer analysiert die Daten und erkennt so schmerzhafte Bewegungen.«

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»Schleudertrauma


Ansprechpartner:
Abteilung für Unfallchirurgie der Universität Ulm

Dr. Michael Kramer
Steinhövelstraße 9
89075 Ulm
Telefon 07 31 / 5 00 27-2 58
Fax -3 49

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Abteilung Visualisierung und Virtuelle Realität
Ulrich Bockholt
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Telefon 0 61 51 / 1 55-2 77
Fax -1 96

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft

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