Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues EU-Projekt "MobiHealth": Lebensrettung durch Mobilfunk

19.11.2002


GesundheitScout24 führt Studie zur mobilen Gesundheitsüberwachung durch

Duisburg (ots) - 25 Millionen Deutsche mit Bluthochdruck, Herzproblemen, Asthma oder Diabetes können zukünftig von "MobiHealth" profitieren: In dem EU-gefördertem Projekt wird die neue Technologie zur ständigen Überwachung lebenswichtiger Körperfunktionen per Mobilfunk getestet. Ob Blutdruck, Elektrokardiogramm (EKG), Körpertemperatur oder Blutzuckergehalt: Die fernablesbaren Sensoren am Körper von Patienten übermitteln alle wichtigen Gesundheitsdaten und ermöglichen so sichere Mobilität - und im Notfall schnelle Lebensrettung. 14 Europäische Partner wie Universitäten, Mobilfunkbetreiber und Gesundheitsdienstleister aus vier Ländern sind an "MobiHealth" beteiligt. Auch GesundheitScout24, Marktführer für Gesundheitsdienstleistungen, übernimmt eine wichtige Rolle: Im Rahmen des Projekts führt er eine detaillierte Studie im Bereich Herzerkrankungen durch. Ziel ist die Vermeidung von Herzinfarkten und Herzrhythmusstörungen. Hierfür übernimmt GesundheitScout24 als medizinisches Call-Center die Basisstation, an der alle Patientendaten überwacht und ausgewertet werden. Die neue Technologie und erste Anwendungsbeispiele von "MobiHealth" werden auf der diesjährigen Medica vom 20.11. bis 23.11. in Düsseldorf präsentiert.

Sicherheit und Bewegungsfreiheit für Patienten

Das EU-Projekt "MobiHealth" wird von dem Unternehmen Ericsson koordiniert und umfasst die Entwicklung neuer Sensoren, deren Integration in neue Hard- und Software für Mobilnetze und die Durchführung von Modellprojekten innerhalb von 18 Monaten. Die Entwicklung von am Körper getragenen, über Mobilfunk fernablesbaren Sensoren ermöglicht Bewegungsfreiheit und Sicherheit für viele Patienten. Interessant sind solche Anwendungen vor allem für chronisch Kranke und Hochrisikopatienten, wie Herzinfarktgefährdete. Die Technik ermöglicht es auch, Patienten frühzeitiger aus dem Krankenhaus zu entlassen und ihre Genesung im häuslichen Umfeld zu überwachen. Die Funksensoren messen dafür lebenswichtige Körperfunktionen wie Blutdruck oder Herzfrequenz und übermitteln die gesammelten Daten mit minimalster Sendeleistung an ein kleines Body Area Network (BAN). Von dort werden die Messwerte kontinuierlich an ein Krankenhaus oder medizinisches Call-Center gesendet. Um eine sichere und schnelle Datenübertragung zu gewährleisten, werden neue breitbandige Mobilfunknetze wie GPRS (General Packet Radio System) und zukünftig UMTS eingesetzt.

Studie zu koronarer Herzerkrankung

Im Rahmen des Projekts "MobiHealth" führt GesundheitScout24 ab Juni 2003 eine detaillierte Studie bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung durch. Ziel ist die Vermeidung von Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen und daraus resultierenden Krankenhausaufenthalten. Der Patient kann hierzu sein EKG und seinen Blutdruck an das Medical Service Center von GesundheitScout24 übermitteln. Hier werden die Daten von Fachärzten und Krankenschwestern überwacht und für die Studie ausgewertet. Bei abweichenden Messwerten kann sofort der behandelnde Arzt oder im Notfall ein Rettungswagen informiert werden. Innerhalb von zwei Jahren soll diese telemedizinische Lösung die Marktreife erreichen. "Der Ansatz von MobiHealth hat wichtige Vorteile: Er ermöglicht dem Patienten einen kontinuierlichen Kontakt zu medizinischem Fachpersonal. Auf diese Weise erhält der Patient ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. Auch die Entwicklung von medizinischen Werten kann so über einen längeren Zeitraum beobachtet werden", erklärt Olav Skowronnek, Vorsitzender der Geschäftsführung der GesundheitScout24 GmbH.

Themen-Kompetenz setzt sich durch

Mit rund 200 Mitarbeitern ist GesundheitScout24 das größte Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen in den neuen Medien (Call-Center und Internet) in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Derzeit werden rund 30 Millionen Versicherte durch das Medical Service Center von GesundheitScout24 betreut. GesundheitScout24 ist ein Marktplatz der Scout24-Gruppe, dem führenden Netzwerk von Online-Marktplätzen in Verbindung mit innovativen, branchenspezifischen Services in Europa. Scout24 verbessert für Konsumenten und Geschäftspartner das Finden und Anbieten sowie das Kaufen und Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen in intransparenten Massenmärkten. Bei den Internet-Usern ist Scout24 als starke Marke mit einem durchschnittlichen Bekanntheitsgrad von ca. 70 Prozent (ICON-Studie 11/01) etabliert und generiert mit seinem Traffic-Netzwerk eine Internet-Reichweite von ca. 10 Prozent (MMXI 11/01). Unter dem Dach Scout24 (www.scout24.de) sind neben GesundheitScout24 die Online-Marktplätze aus den Branchen Auto, Finanzen, Immobilien, Job, Partnerschaft, Reise und Shopping vereint.



Herausgeber

... mehr zu:
»Blutdruck »EU-Projekt

GesundheitScout24 GmbH,
Philosophenweg31-33,
47051 Duisburg


Pressekontakt
(Medical Consulting Group, Gesellschaft für Medizinberatung mbH,
Marlies Lange,
Mörsenbroicher Weg 200,
40470 Düsseldorf,
Tel. 0211-51 60 45-130,
Fax 0211-96 60 600,

| ots
Weitere Informationen:
http://www.scout24.de

Weitere Berichte zu: Blutdruck EU-Projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Methode der Eisenverabreichung
26.04.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung
26.04.2017 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie