Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Botenstoff ist möglicherweise Schlüssel für neue Therapie des Pankreaskarzinoms

12.11.2002


Novartis-Stiftung fördert Erforschung des Krebses der Bauchspeicheldrüse



Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den bösartigsten Krebsarten überhaupt. Nur zwei bis vier Prozent aller Betroffenen überleben die ersten fünf Jahre nach Diagnosestellung. Eine der Ursachen für diese äußerst ungünstige Prognose besteht darin, dass die Erkrankung meist sehr spät erkannt wird. Eine chirurgische Therapie kann daher nur bei zehn bis 15 Prozent der Patienten durchgeführt werden und das auch nur mit unzureichendem Erfolg. Ein zweiter Grund für die schlechten Aussichten der Patienten ist, dass es momentan keine wirksame Chemotherapie gibt. Neuere Forschungen konnten indes zeigen, dass sowohl an der Tumorentstehung als auch an der Therapieresistenz ein in der Zelle aktiver Botenstoff, der sogenannte Nuclear Factor-kappaB (NF-kappaB), beteiligt ist. Für die genauere Erkundung dieses Botenstoffes hat die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung am 9. November 2002 ein Graduierten-Stipendium an Dr. Alexander Arlt von der Christian-Albrechts-Universität Kiel übergeben.

... mehr zu:
»Botenstoff »Krebszelle »NF-KappaB


Auf der einen Seite spielt NF-kappaB bei Entzündungsvorgängen im menschlichen Körper eine wichtige physiologische Rolle, auf der anderen Seite scheint eine Überaktivität dieses Botenstoffes aber auch das Wachstum und Überleben von Krebszellen zu begünstigen. Das Ziel des Forschungsprojektes von Dr. Alexander Arlt in der Forschergruppe von PD Dr. Heiner Schäfer ist es herauszufinden, welche Mechanismen in den Krebszellen zu einer erhöhten NF-kappaB-Aktivität führen. Weiterhin soll geklärt werden, ob eine Kombination aus NF-kappaB-Hemmstoffen mit Krebsmedikamenten einen Vorteil für die Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses bringt. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes könnten einen vielversprechenden Fortschritt in der Therapie dieses bislang kaum behandelbaren Tumorleidens ermöglichen.

Das Graduiertenstipendium für Dr. Alexander Arlt ist eines von maximal 15, welche die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung jährlich an Nachwuchsforscher aus medizinischen Fakultäten in ganz Deutschland vergibt. Insgesamt stehen den Stipendiaten 93.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus fördert die Stiftung Forschungsprojekte mit einem maxi­malen Förderbetrag von 180.000 Euro pro Projekt. Insgesamt schüttet die Stiftung jedes Jahr rund 750.000 Euro für Forschungsprojekte, Stipendien, Symposien und weitere Akti­vitäten zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und Lehre aus. Damit gehört die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung zu den größten Stiftungen auf dem Gebiet der Medizin in Deutschland.

Fotos, ausführlicher ausgearbeitete Beiträge sowie Hintergrundmaterial (Interview mit Dr. Alexander Arlt) können bestellt werden bei:

Pressedienst „wissenschaftlich medizinische erkenntnisse“ (wme)
c/o Redaktionsbüro Martin Wiehl
Bebelstraße 53
99086 Erfurt

Tel. 0361/6435413
Fax 0361/6435406
E-Mail Martin.Wiehl@t-online.de

Martin Wiehl | wme

Weitere Berichte zu: Botenstoff Krebszelle NF-KappaB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie