Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PET-Kamera - Neuheit in Europa - für Erlangens Nuklearmedizin

29.10.2002


Mit der Installation eines neuen, hochempfindlichen Geräts für die Positronenemissionstomographie (PET) kann das Klinikum der Universität Erlangen-Nürnberg seinen Patienten den neuesten Standard in der Nuklearmedizinischen Diagnostik bieten.

... mehr zu:
»Kristall »PET »PET-Kamera

Zudem ergeben sich bessere Möglichkeiten für die Forschung , so dass der Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät im Bereich der Bildgebung und der medizinischen Technik noch deutlicher ausgeprägt werden kann. Am Mittwoch, 6. November 2002 um 15.00 Uhr wird die PET-Kamera in den Räumen der Nuklearmedizinischen Klinik im Erdgeschoss des Kopfklinikums, Schwabachanlage 6 in Erlangen offiziell vorgestellt.

Prof. Dr. Rolf Sauer, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums, und Prof. Dr. Torsten Kuwert, Leiter der Nuklearmedizinischen Klinik mit Poliklinik, werden bei dem Empfang die Vorteile der neuen Kamera würdigen. Siemens Medical Solutions ist vertreten durch Günther Grau von der Landesleitung Deutschland des Unternehmensbereichs. Das mit ultrasensitiven Kristallen ausgestattete Gerät, das in Erlangen erstmals in Europa aufgestellt worden ist, wird in Kooperation mit Siemens im Klinikum technisch und klinisch evaluiert.


Anwendung in Neuromedizin, Kardiologie und Onkologie

Mit der Positronenemissionstomographie können biochemische Vorgänge in lebenden Organismen nachvollzogen und quantifiziert werden. Das Verfahren schlägt eine Brücke zwischen der molekularen Medizin und der Bildgebung. Im Computertomogramm sehen Krebszellen nicht immer anders aus als gesunde Zellen; sie fallen nur durch Anhäufung auf. In der PET-Darstellung werden die Tumorzellen an ihrem beschleunigten Stoffwechsel erkenntlich. Sie verbrauchen ein Mehrfaches an Glukose. Radioaktiv markierte Zuckermoleküle machen es möglich, krankhaft veränderte Zellen auch in geringer Zahl aufzufinden.

Das Verfahren eignet sich demnach in einzigartiger Weise für die Diagnostik der Ausbreitung von Tumoren. Metastasen können vorwiegend bei Krebserkrankungen der Bronchien, der Schilddrüse, der Lymphdrüsen und des Magen-Darm-Trakts sowie bei schwarzem Hautkrebs aufgespürt werden. Über den veränderten Zuckerstoffwechsel sind zudem degenerative Hirnerkrankungen wie Alzheimer frühzeitig erkennbar. Vitalitätsuntersuchungen können prüfen, ob ein Herzmuskel nahe vor dem Infarkt steht. Ein Beispiel für den Einsatz von PET in der Forschung sind Untersuchungen über den DNS-Stoffwechsel bei Erkrankungen des Zentralnervensystems.

In PET-Untersuchungen werden dem Patienten Positronenstrahler injiziert. Diese zerfallen im Körpergewebe und senden Strahlen aus, die von Kristallen aufgefangen werden und dort Lichtblitze erzeugen. Die Besonderheit der neuen PET-Kamera im Universitätsklinikum liegt in der hohen Qualität dieser Kristalle. Die nach ihrer Zusammensetzung aus Lutetium-Silicium-Oxid benannten LSO-Kristalle sind extrem empfänglich für den Einfall der Teilchen. So ergibt sich ein helleres und damit deutlicheres, aussagekräftiges Bild.

Kontakt:

Prof. Dr.Torsten Kuwert
Tel.: 09131/85- 33411, -33416
E-mail: torsten.kuwert@nuklear.imed.uni-erlangen.de

Prof. Dr.Torsten Kuwert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Berichte zu: Kristall PET PET-Kamera

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften