Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

25 Jahre WHO-Liste der Unentbehrlichen Medikamente

17.10.2002


Am 21. Oktober wird die Liste der unentbehrlichen Medikamente (Model List of Essential Medicines) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 25 Jahre alt

... mehr zu:
»WHO-Liste

Diese Liste hat zum Ziel hat, allen Menschen weltweit Zugang zu notwendigen Arzneimitteln und guter Gesundheitsversorgung zu sichern.

Seit vielen Jahren engagiert sich die sozialmedizinische Hilfsorganisation medico international in der praktischen Umsetzung des Konzepts, zum Beispiel für die saharauischen Flüchtlinge in der südwest-algerischen Wüste: Zusammen mit den Verantwortlichen des lokalen Gesundheitssystems entwickelte medico international eine auf die Lebenssituation der Sahrauis angepasste Liste Unentbehrlicher Arzneimittel. Die aktuelle Version umfasst ca. 150 Substanzen. medico liefert seit 5 Jahren diese Arzneimittel entsprechend dem Bedarf der ca. 155.000 Flüchtlinge. Verteilung, Dokumentation und Vergabe der Medikamente liegen in den Händen der Sahrauis, die seit 25 Jahren in dieser lebensunwirtlichen Gegend nicht nur ausharren, sondern ihre eigenen Strukturen, Gesundheitsposten, Krankenhäuser und Ausbildungseinrichtungen geschaffen haben.


Die Kriterien für die gemeinsame Auswahl der Arzneimittelliste orientierte sich an der WHO-Liste: eine übersichtliche Zahl bewährter und kostengünstig verfügbarer Medikamente, die die häufigsten der medikamentös behandelbaren Krankheiten (über 90%) abdecken. Die Liste leistet einen wichtigen Beitrag zum rationalen Einsatz von Arzneimittel. Denn damit können auch die zahllosen unterschiedlichen gespendeten Medikamente, die von gutmeinende Soli-Gruppen oder Mediziner-Teams aus vielen Ländern in die sahrauischen Flüchtlingslager geschickt werden, bewertet und sinnvoll eingesetzt werden.

Not täte eine solche Auswahl auch in den reichen Ländern des Nordens. Eine "Positiv-Liste" könnte auch hier Licht in den Dschungel der vielen zehntausenden Namen, Substanzen und Kombinationen bringen, die von den Pharmafirmen auf den Markt gebracht und beworben werden. Zum Wohle der Patienten und der Krankenkassenbudget.

weitere Informationen erhalten Sie von:

Andreas Wulf, medico-Projektkoordinator Gesundheit
Telefon +49(0)69-9443835
E-mail: Wulf@medico.de

Katja Maurer, medico-Pressesprecherin
Telefon +49(0)69-9443835-9443829
Maurer@medico.de

Katja Maurer | presseportal

Weitere Berichte zu: WHO-Liste

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie