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Erste Web-Drogenübersicht in Arbeit

14.10.2002


Beruhigungsmittel und unerlaubte Substanzen auf einer Plattform im Netz



Der erste vollständige Drogen-Übersichtsplan im Internet ist in Arbeit. Unter der Leitung von Fabrizio Schifano vom St. George´s Hospital Medical School in Tooting , London, werden in Kooperation mit neun weiteren europäischen Ländern nationale und internationale Websites auf eine Plattform gestellt. Die Daten, die in die jeweiligen Landessprachen übersetzt werden, sollen Experten mit Up-to-Date-Informationen jüngst entwickelter Drogen versorgen. Zudem sollen jene Drogen aufscheinen, die in medizinischen Lehrbüchern nicht gelistet sind.

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Das Projektteam sammelt und analysiert Daten von Websites, die auf die Entwicklung und den Verkauf von Beruhigungsmitteln und unerlaubten Substanzen verweisen. Aktuelle Drogen-Statistiken zeigen laut Schifano, dass zunehmend mehr Menschen durch einen Drogen-Missbrauch sterben. Viele der Todesfälle werden durch Drogen-Cocktails verschiedener Substanzen ausgelöst. Ein Problem sei, dass neue Drogen, noch ehe Experten wissen, welche Substanzen diese beinhalten, auf den Markt kommen. Als Konsequenz wüssten diese dann nicht, wie Nebenerscheinungen zu behandeln sind.

Tatsache sei, dass mehr aktuelle Infos über die Verwendung und den Missbrauch unerlaubter Substanzen auf Websites erhältlich sind als in Büchern, die Ärzten zur Verfügung stehen. Die meisten Drogen-bezogenen Websites befürworten den Drogenkonsum, in einigen Fällen werden sogar Ratschläge gegeben, wie die Wirkung der Drogen verstärkt werden könnte, wie man sich selbst Substanzen mischen bzw. Drogen online bestellen kann. Diese Tatsache hält Schifan besonders in diesem Zeitalter für besorgniserregend, wo sowohl Kinder als auch Erwachsene die höchste Computerbildung haben. "Ziel des Projekts ist es, aufkommende Trends bei neuen Drogen und Drogenmischungen regional und europaweit zu erkennen", erklärt Schifano. Im Zuge der Datensammlung auf dem virtuellen Drogenmarkt soll auch ein Frühwarnsystem entwickelt werden.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sghms.ac.uk

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