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Teenager: Hohes Brustkrebsrisiko durch Rauchen

04.10.2002


Kanadische Studie warnt vor Nikotinabusus durch Jugendliche

Laut einer Studie kanadischer Wissenschaftler sind Mädchen, die bereits im Teenager-Alter zur Zigarette greifen, besonders gefährdet im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Das berichtet BBC-Online heute, Freitag. Die Studie wurde auch im Wissenschaftsmagazin Lancet veröffentlicht.

Bei Mädchen, die innerhalb von fünf Jahren nach Beginn der ersten Menstruation zu rauchen beginnen, steigt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um fast 70 Prozent. Die Forscher haben für die Studie über 2.000 Frauen unter 75 Jahren untersucht. Die Hälfte der Probandinnen waren Brustkrebspatientinnen. Die Forscher untersuchten auch genau die Geschichte des Nikotingenusses sowie deren spezifische Risikofaktoren wie Einnahme von Hormonen. Nach den Ergebnissen der Studie waren insbesondere Frauen höchst gefährdet, die nie Kinder zur Welt brachten und mehr als 20 Zigaretten pro Tag konsumierten. Das Krebsrisiko war auch bei Frauen, die schon im Teenager-Alter zu rauchen begannen und zumindest einmal im Leben Kinder zur Welt brachten, sehr hoch. Bei Frauen, die nach der Menopause noch zur Zigarette griffen, gab es keinen Einfluss auf die Entwicklung von Brustkrebs. Die kanadischen Wissenschaftler gaben aber an, dass die Zahl der Probanden für genauere Aussagen noch zu klein sei. Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Brustkrebs sei aber sehr interessant.

Pierre Band, Forscher an der British Columbia Cancer Agency in Vancouver, meint zu den Forschungsergebnissen, dass diese nur die Notwendigkeit aufzeigen, junge Menschen vor den Gefahren von Nikotin zu warnen. "Geschlechtsreife Frauen in British Columbia haben ein Brustkrebsrisiko von eins zu 55. Das erhöhte Risiko von 70 Prozent würde die Zahl um jährlich 1.000 Fälle bei 100.000 jugendlichen Raucherinnen erhöhen", so Band. Auch Lesley Walker vom britischen Cancer Research sieht in den Zahlen eindeutige Aussagen. Diese müssten aber noch näher definiert und an einer größeren Zahl von Personen untersucht werden. Walker zählt zum Beispiel Frauen auf, die zwischenzeitlich zur Zigarette griffen und dann aufhörten. "Eines zeigt das Studienergebnis aber deutlich: Rauchen ist für junge Frauen sehr gefährlich", so Walker. Auch die Theorie dahinter sei sehr plausibel.

Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk/

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