Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikrosysteme für die Neurochirurgie

11.09.2002


Bei Operationen in sensiblen Körperbereichen wie dem Gehirn setzen Ärzte zunehmend auf die "Schlüsselloch-Chirurgie". Mit minimal-invasiven Operationsmethoden werden größere Verletzungen vermieden und der Patient erholt sich schneller von dem Eingriff. Fünf mittelständische Unternehmen bringen jetzt gemeinsam mit drei Universitäten die minimal-invasive Neurochirurgie weiter voran. Im Rahmen des Förderkonzeptes "Mikrosystemtechnik 2000+" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit fast 1,6 Mio. Euro unterstützt und begleitet von der VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH, entwickeln die Projektpartner auf Basis der Mikrosystemtechnik ein Bündel neuer Instrumente, mit denen der Neurochirurg wesentlich schneller, flexibler und präziser als bisher operieren kann. In zwei Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein. Am Mittwoch, 18. September, werden in Freiburg erste Ergebnisse öffentlich vorgestellt.
Entwicklungsziele des Projektteams - Aesculap AG & Co. KG (Tuttlingen), Schölly Fiberoptic GmbH (Denzlingen), Celon AG (Teltow), Laser- und Medizin-Technologie GmbH (Berlin), Gesellschaft für Diamantprodukte mbH (Ulm), Helmholtz Institut Aachen, Neurochirurgische Klinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Mikrosystemtechnik - sind ein Exoskop (3D-Kamera), ein 3-D-Endoskop sowie Kombi-Instrumente.
Das Arbeitsfeld des Arztes wird mit der neuen Operationstechnik übersichtlicher, denn ein neuartiges Exoskop ermöglicht dem Chirurgen eine umfassenden Sicht auf das Operationsfeld. Im Vergleich zur bislang üblichen Kombination von Mikroskop und Endoskop ermöglicht das Exoskop eine einheitliche digitale Aufbereitung und Darstellung. Damit wird die Dokumentation nachhaltig verbessert. Mit dem miniaturisierten 3-D-Endoskop - sein Durchmesser ist kleiner als vier Millimeter - kann der Arzt seinen Operationsbereich, beispielsweise einen Tumor, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und bearbeiten. Weil der Chirurg einen dreidimensionalen Blick auf Gewebe, Nerven und Gefäßstrukturen hat, kann er bei der Operation sicherer agieren. Damit der Arzt nicht für jeden neuen chirurgischen Behandlungsschritt, z.B. Koagulieren, Spülen, Schneiden und Greifen, ein neues Instrument benötigt, will ihm das Entwicklungsteam stark miniaturisierte Kombi-Instrumente zur Verfügung stellen. Zur Navigation und Steuerung aller Module wird außerdem eine übergeordnete integrierte Steuerplattform entwickelt.
Die Präsentation findet im Institut für Mikrosystemtechnik, Georges-Köhler-Allee 101 in Freiburg statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.minop.de oder beim Projektträger
VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Christine Weiß
Rheinstraße 10 B, 14513 Teltow
Telefon: 03328/435-184, Fax: 03328/435-184, E-Mail: weiss@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.minop.de

Weitere Berichte zu: 3-D-Endoskop Exoskop Mikrosystemtechnik Neurochirurgie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie