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Neuer Ratgeber "Prostatakrebs"

21.08.2002


Deutsche Krebshilfe informiert Betroffene, Interessierte & Angehörige

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»Harnröhre »Prostata »Prostatakrebs

Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung beim Mann: Jährlich erkranken rund 31.600 neu daran. Wissenschaftler des Europäischen Krebsforschungsinstituts in Mailand haben errechnet, dass die Häufigkeit von Prostatakrebs bis zum Jahr 2010 um etwa drei Prozent pro Jahr zunehmen wird. Die Deutsche Krebshilfe hat jetzt eine komplett überarbeitete Neuauflage ihres Ratgebers „Prostatakrebs“ herausgegeben, der Betroffene über Möglichkeiten der Früherkennung, Diagnose und Therapie informiert. Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich oder kann unter www.krebshilfe.de abgerufen werden.

Die Prostata umschließt den oberen Teil der Harnröhre und hat die Größe einer Walnuss. Sie produziert eine Flüssigkeit, die den Samenfäden als Transport- und Aktivierungsmittel dient. In der Prostata entstehen im Alter oft gutartige Wucherungen, die die Harnröhre verengen und manchmal Beschwerden beim Wasserlassen verursachen. Es können aber auch bösartige Zellen entstehen. Die Ursache dafür ist noch weitgehend unbekannt. Man weiß jedoch, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron bei der Entstehung von Prostatatumoren eine wichtige Rolle spielt. Auch eine fettreiche beziehungsweise ballaststoffarme Ernährung und das Alter gelten als Risikofaktoren für Prostatakrebs.


Im Anfangsstadium macht sich eine Geschwulst der Prostata kaum bemerkbar. Doch die frühzeitige Entdeckung ist die Voraussetzung für gute Heilungschancen. Die Gesetzlichen Krankenkassen bieten Männern ab dem 45. Lebensjahr daher kostenlos Früherkennungsuntersuchungen an – ein Angebot, das bisher lediglich von jedem sechsten Mann genutzt wird. Hauptursachen dafür sind Scham, Unwissenheit und Angst. Männer über 45 Jahren sollten jedoch in jedem Fall mit ihrem Arzt darüber sprechen. Der Ratgeber „Prostatakrebs“, den die Deutsche Krebshilfe jetzt neu herausgegeben hat, hilft Betroffenen, aber auch ihren Partnerinnen, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten.

Auch diejenigen, die bereits mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert worden sind, erhalten in der Broschüre ausführliche und allgemeinverständliche Informationen zu Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Außerdem wurden den Themen „Lebensqualität“ und „Tumornachsorge“ eigene Kapitel gewidmet. Neben Adressen von Organisationen und Selbsthilfegruppen sowie einem Glossar aller verwendeten Fachausdrücke finden Interessierte im Anhang des Ratgebers verschiedene Übungen, um den Beckenboden zu trainieren. Dieses Training hilft Männern nach einer Operation an der Prostata den Urin schneller wieder kontrolliert halten zu können.

Die Broschüre „Prostatakrebs“ ist im Rahmen der Reihe „Die blauen Ratgeber“ erschienen. Sie kann kostenfrei angefordert bei: Deutsche Krebshilfe, Thomas-Mann-Straße 40, 53111 Bonn, Fax: 0228/7299011, E-Mail: deutsche@krebshilfe.de. Außerdem kann die Broschüre im Internet unter www.krebshilfe.de im Volltext gelesen oder als PDF-Datei heruntergeladen werden. Zum Thema „Prostatakrebs“ hat die Deutsche Krebshilfe außerdem einen Videoratgeber produziert, der gegen eine Schutzgebühr von zehn Euro angefordert werden kann.

Dr.Eva Maria Kalbheim | Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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