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Über 7.500 Besucher informierten sich über die Volkskrankheit Diabetes - dabei 35 Diabetiker neu entdeckt!

16.08.2002

Beim diesjährigen DiabetesMARKT der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) in Augsburg kamen über 7.500 Besucher, die sich über die Volkskrankheit Nr. 1 informieren wollten. Dank der bundesweiten Aufklärungskampagne der DDS, die viele Interessierte nach Augsburg gelockt hat, konnte bei 35 Besuchern die hohe Wahrscheinlichkeit eines Typ-2-Diabetes festgestellt werden. Die Betroffenen wussten nichts von ihrer möglichen Erkrankung, haben aber jetzt die Chance, von den schwerwiegenden Folgen verschont zu bleiben. Wie eine Studie (CODE-2/Typ 2 Diabetes in Europa) zeigt, ist Diabetes die immer noch wachsende größte Volkskrankheit in Deutschland und wird es leider auch bleiben. Die stetig wachsenden Zahlen mit derzeit rund 6,5 Millionen Diabetiker in Behandlung und einer Dunkelziffer von mehreren Millionen sind erschreckend. Besonders die Zuständigen in Politik und Kassen wird das bald noch viel mehr aufrühren, denn die Quote von über 10% Diabetikern in Deutschland kostet - vor allem für die Folgen der Folgeerkrankungen - das Gesundheitssystem viele Milliarden !

Die zu späte oder sogar falsche Behandlung führt dazu, dass über 50% Typ 2 Diabetiker schwerwiegende Folgeerkrankungen aufweisen. Pro Jahr geht es um folgende Zahlen: mehr als 28.000 Amputationen, 6.000 neue Erblindungen, 8.300 Dialysebehandlungen, 27.000 Herzinfarkte und 44.400 Schlaganfälle. Anders ausgedrückt ergibt sich die fürchterliche Bilanz, dass sich allein in Deutschland unter den Diabetespatienten alle 90 Minuten eine neue Erblindung ereignet, alle 60 Minuten eine neue Dialysepflichtigkeit, alle 19 Minuten eine Amputation, alle 19 Minuten ein Herzinfarkt und alle 12 Minuten ein Schlaganfall. Übrigens stellt die aktuelle, weltweit größte Studie HYDRA (45.125 Teilnehmer in 1.912 Allgemeinarztpraxen) bei fast jedem fünften Patienten Diabetes-Typ-2 - überwiegend mit der Zusatzdiagnose "Bluthochdruck" fest.

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Damit möglichst viele von den dramatischen Folgen der unerkannten Diabetes-Krankheit erfahren und von sich aus handeln können, ist kontinuierliche Aufklärung erforderlich. Die Deutsche Diabetes-Stiftung hat aus diesem Grunde die bundesweite Aufklärungskampagne im September 2001 gestartet. Aufgrund dieser Kampagne sind mehr Diabetiker entdeckt worden als durch die vielen unkoordinierten Maßnahmen anderer Institutionen wie Kassen, Verbände und Organisationen. Aus diesem Grunde würde die DDS sich über eine noch stärkere Unterstützung freuen und ruft alle im Gesundheitsbereich Zuständigen auf, gemeinsam aktiv die Aufklärung und somit eine frühzeitigere Versorgung möglicher Betroffener zu erreichen.

Reinhart Hoffmann | ots
Weitere Informationen:
http://www.diabetesstiftung.de

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