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Deutschland im Umgang mit Fluoriden vorbildlich!

01.08.2002


Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ).

Zahlreiche verwirrende Pressemitteilungen über ein generelles Verbot von Fluoriden in Belgien haben zu einer erheblichen Verunsicherung in der Bevölkerung geführt.


Tatsache ist, dass man von Seiten der Belgischen Gesundheitsbehörde überlegt, Fluoridsupplemente in die Verordnungspflicht zu nehmen. Zudem soll der freie Verkauf fluoridhaltiger Kaugummis und Tabletten unterbunden werden. Nicht betroffen sind von diesem Dekret fluoridhaltige Zahnpasten, wie es zu nächst irrtümlicherweise in der Presse zu lesen war. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) hat vor zwei Jahren gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung und der Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde und Primärprophylaxe Empfehlungen verabschiedet, welche den sorgfältigen und richtigen Umgang mit Fluoriden in der Kariesprophylaxe zum Inhalt haben. So wird vor der Verordnung von Fluoridtabletten empfohlen, eine Fluorid-Anamnese zu erheben, um eine mögliche Überdosierung zu vermeiden. In Deutschland besteht also kein weiterer Handlungsbedarf, da der sorgsame Umgang mit Fluoriden vorbildlich geregelt ist. Fluoride sind nach wie vor unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Kariesprävention und haben in erheblichem Maße dazu beigetragen, den Kariesbefall bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren zu senken.

Ansprechpartner der DGZMK und DGZ zur Thematik sind:

Frau Professor Dr. Gisela Hetzer, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Dresden, Tel. 0351-457 27 14
oder
Herr Professor Dr. Elmar Hellwig, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Freiburg, Telefon 0761-270 49 57

Sven Hagedorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgzmk.de/stellung/kariesprophylaxefluoride.pdf

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