Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Mittelmeerkost Infarkt vorbeugen

25.07.2002


Appetit auf gesunde mediterrane Kost weckt die neue Broschüre der Deutschen Infarktforschungshilfe


Ein Infarkt ist kein unvorhersehbarer Schicksalsschlag. Wer sein persönliches Risiko kennt, kann sich mit gesunder Ernährung gezielt gegen einen Herz- oder Hirninfarkt schützen. Eine gelungene Mischung aus leckeren mediterranen Rezepten und Informationen, wie das Infarktrisiko mit schmackhaftem Essen gesenkt werden kann, enthält die neue 82-seitige Broschüre "Essen wie im Urlaub - Rezepte aus der Mittelmeerküche" der Deutschen Infarktforschungshilfe e.V.(DIFH).

Mit dem neuen, an der Universität Münster entwickelten "PROCAM Risiko-Score" können Interessierte selbst leicht abschätzen, ob sie gefährdet sind, in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt zu erleiden. "Das Punktemodell berücksichtigt die komplexen Einflüsse von insgesamt acht unabhängigen Risikofaktoren wie zum Beispiel Alter, erhöhte LDL-Cholesterinwerte, erhöhte Triglyzeridwerte, Diabetes mellitus und Bluthochdruck", erläutert der Fettstoffwechselexperte und neue Vorstandsvorsitzende der DIFH Prof. Dr. Gerd Assmann. Anhand der Tabellen in der Broschüre ist direkt abzulesen, welcher dieser so genannten Risikofaktoren das individuelle Risiko besonders erhöht. Wer eine hohe Punkte-Zahl hat, ist auch besonders gefährdet, einen Infarkt zu erleiden. Herzinfarkt und Hirninfarkt (Schlaganfall) sind meist Folgen einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die sich über Jahrzehnte entwickelt. "Auch die so genannte Altersdemenz ist in vielen Fällen auf Mini-Hirninfarkte zurückzuführen, die ebenfalls durch Arteriosklerose verursacht werden", so Assmann. Diese krankhaften Veränderungen der Schlagadern (Arterien) werden durch Rauchen, hohe Cholesterin- und Triglyzeridwerte, Übergewicht, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck begünstigt oder beschleunigt.

"Viele dieser Risikofaktoren für einen Infarkt können durch eine mediterrane Ernährungsweise günstig beeinflusst werden", erläutert Dr. Birgitta Jacobs von der DIFH. Durch die günstige Auswahl der Lebensmittel liefere die Mittelmeerkost alle wichtigen Inhaltsstoffe in ausgewogener Zusammensetzung. Außerdem zeichne sich die Mittelmeerkost durch eine geringe Energiedichte aus, das heißt man wird leichter satt, ohne gleichzeitig zu viel Kalorien aufzunehmen und versorgt sich dabei mit den nötigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb eignet sich die mediterrane Ernährung nicht nur bei Stoffwechselstörungen, sondern auch bei Übergewicht. "In der Rezeptbroschüre geben wir Ihnen grünes Licht für die mediterranen Rezepte, die auch für
Fettstoffwechselpatienten oder Übergewichtige besonders geeignet sind" erklärt Dr. Anette Buyken, "Stellen Sie sich vor, Sie sitzen vor einem großen Teller mit knackigen Blattsalaten und marinierten Garnelen, knusprigem Baguette und einem Glas Rotwein - so genussvoll kann gesunde Kost sein" , weckt die Mitautorin der Broschüre Appetit auf die Mittelmeerkost. Die Broschüre enthält 50 Rezepte von einfach bis raffiniert, ergänzt durch zahlreiche Farbfotos, sowie Tipps und Tricks, die die Einführung der mediterranen Kost auch in die Küche von Berufstätigen oder Personen mit wenig Zeit erleichtert. Darüber hinaus werden Hinweise gegeben, wie typisch deutsche Gerichte mit einfachen Rezeptänderungen an die Mittelmeerkost angenähert werden können.

Die Deutsche Infarktforschungshilfe e.V. ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Münster. Sie kümmert sich in erster Linie um die Vorbeugung von Gefäßkrankheiten, mit dem Ziel, Herzinfarkte, Hirninfarkte und gefäßbedingte Altersdemenz in Deutschland wirksam zu bekämpfen. Die Rezeptbroschüre setzt die Reihe "Essen wie im Urlaub" fort. In der ersten Broschüre "Essen wie im Urlaub- Herzgesundes aus der Mittelmeerküche" informiert die DIFH über die Prinzipien der gesunden Mittelmeerkost, die zahlreichen Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und warum gerade die Mittelmeerkost so herzgesund ist. Dieser erfolgreiche Ratgeber wurde bereits über 45.000 mal verkauft.

Beide Broschüren können gegen eine Schutzgebühr von jeweils fünf Euro zuzüglich Versandkosten per E-Mail, über das Internet, den Buchhandel oder bei der Deutschen Infarktforschungshilfe e.V. Tondernstraße 15/17, 48149 Münster, E-Mail:difh.ev@uni-muenster.de

 Tel. 0251/849 42 14, Fax 0251/849 42 15) bestellt werden.

Jutta Reising | idw
Weitere Informationen:
http://difh.shonline.de/

Weitere Berichte zu: DIFH Herzinfarkt Hirninfarkt Infarkt Infarktforschungshilfe Übergewicht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Revolutionär: Ein Algensaft deckt täglichen Vitamin-B12-Bedarf
23.04.2018 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

nachricht Eine Teleskopschiene für Nanomaschinen
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Standort Stuttgart, Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Metalle verbinden ohne Schweißen

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Revolutionär: Ein Algensaft deckt täglichen Vitamin-B12-Bedarf

23.04.2018 | Medizin Gesundheit

Wie zerfallen kleinste Bleiteilchen?

23.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics