Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn der Kopf nachlässt – Initiative HirnVital gestartet

23.07.2002

Regelmäßig einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennung – das ist für viele Menschen inzwischen schon fast selbstverständlich. Wie aber sieht die Vorbeugung in puncto Merkfähigkeit und geistiger Konzentration aus, die mit zunehmenden Alter bei jedem nachlässt?

Über die Initiative HirnVital® wollen vor allem Hausärzte nun darauf aufmerksam machen, dass man auch gegen nachlassende Hirnleistungen was tun und dem geistigen Verfall vorbeugen kann.

... mehr zu:
»Demenz »HirnVital »Hirnleistung

Mit Informationsmaterialien, die in der Praxis ausliegen oder -hängen, werden Allgemeinmediziner in den kommenden Monaten die Öffentlichkeit darauf hinweisen: Der von der Krankenkasse alle zwei Jahre zugestandene Gesundheits-Check up lässt sich mit der (allerdings selbst zu zahlenden) Untersuchung der Hirnleistung erweitern. „Check up 50 plus“ soll die Altersgruppe der Menschen „in den besten Jahren“ daran erinnern, dass unsere kleinen grauen Zellen vor allem danach deutlich abbauen. Kernstück ist dabei ein so genanntes psychometrisches Diagnoseverfahren – der Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (TFDD) oder der Mini-Mental-Status-Test –, anhand dessen der Hausarzt feststellen kann, wie gut Aufmerksamkeitsfähigkeit, Gedächtnis und Reaktion noch funktionieren.

„Der Hausarzt kennt ja das soziale und räumliche Umfeld, die Arbeitssituation und die Familienverhältnisse seiner Patienten durch häufige Kontakte oft über Jahre hinweg und kann dadurch schon früh Veränderungen beobachten“, erklärte Prof. Dr. Klaus Wahle, Fortbildungsbeauftragter des Berufsverbandes Deutscher Allgemeinärzte (BDA), bei der Vorstellung des Konzeptes am Freitag in Köln, „das ist gerade bei der Diagnostik einer demenziellen Erkrankung besonders von Bedeutung, da es hier so früh wie möglich gilt, die richtige Diagnose zu stellen und Therapiemaßnahmen einzuleiten.“ Denn die Zahlen sprechen für sich: Die Hauptaltersgruppe der Menschen mit einer Demenz hat das 65. Lebensjahr überschritten – bei zunehmender Lebenserwartung. Durch frühes Erkennen lassen sich Risikofaktoren ausschalten und die Gehirnfunktion per Training beziehungsweise Medikamenten erhalten.

Zum Trainingsprogramm gehören übrigens Kinderspiele wie Memory, Quiz-Sendungen zum Mitraten, Wortspiele, aber auch ein Schultraining, wie das Auswendiglernen von Gedichten und Liedern, und das „angewandte“ (das heißt: alltagspraktische) Training, bei dem sich der Patient beispielsweise jeden Handgriff bewusst macht und ihn ausspricht oder in kleinen Diskussionsrunden kürzlich Gelesenes diskutiert.

mc | MedCon Health Contents AG

Weitere Berichte zu: Demenz HirnVital Hirnleistung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie