Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kostenlose Hautkrebs-Tests nutzen - Jährlich bis zu 140.000 Neuerkrankungen / Gute Heilungschancen

07.07.2008
Insbesondere sonnenhungrige Bürgerinnen und Bürger sollten die Hautkrebs-Früherkennung nutzen, die die Krankenkassen jetzt kostenlos anbieten. Das rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Wie BfS-Sprecher Werner Nording mitteilte, würden jährlich bis zu 140 000 Menschen in Deutschland neu an Hautkrebs erkranken. 90 Prozent der Hautkrebserkrankungen würden mit höchster Wahrscheinlichkeit durch zu viel Sonne verursacht. Die Zahl der Neuerkrankungen habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Gerade bei Hautkrebs gebe es mit Hilfe der Früherkennung und guten Behandlungsmöglichkeiten aber gute Heilungschancen.

Seit Anfang Juli hat Deutschland eine flächendeckende, standardisierte Hautkrebs-Früherkennung eingeführt. Danach hat jeder gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren Anspruch auf kostenlose Vorsorgeuntersuchungen. Eine solche Untersuchung wird von der Krankenkasse alle zwei Jahre bezahlt. "Dieses Angebot ist so wichtig, weil noch keine Generation vorher ein so hohes Risiko hatte, an Hautkrebs zu erkranken wie die heute 35-jährigen", sagte der Sprecher.

Zur Durchführung der Vorsorgeuntersuchung sind neben Hautärzten auch Allgemeinmediziner, praktische Ärzte und Internisten berechtigt, die eine entsprechende Weiterbildung vorweisen können. Da es sich bei dieser Untersuchung um eine Früherkennungsmaßnahme handelt, wird hier keine Praxisgebühr fällig.

... mehr zu:
»BfS »Hautkrebs

Die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um Hautkrebs vorzubeugen, ist jedoch nach Auffassung des BfS ein vernünftiger Sonnenschutz. Wer sich ohne Reue in der Sonne wohlfühlen möchte, sollte daher diese Sonnenschutzregeln beachten:

o Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen (jedoch nicht im Solarium).

o Mit leichter, weiter lichtdichter Kleidung die Haut vor direkter Sonnenbestrahlung schützen.

o Den Kopf bedecken.

o Sonnenbrille tragen.

o Entblößte Haut durch Sonnenschutzmittel mit ausreichen-dem Lichtschutzfaktor schützen. Der Sonnenschutz soll eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen wer-den, um richtig zu wirken. Wiederholtes Eincremen gewährleistet die Wirkung des Lichtschutzfaktors, kann sie aber nicht verlängern.

o Besonders bei Kindern ist unbedingt auf guten Sonnenschutz zu achten.

o Kinder unter zwei Jahren dürfen nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.

o Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr sind nicht zu empfehlen.

Wer nicht auf den Besuch von Sonnenstudios verzichten möchte, sollte nur nach den Kriterien des BfS zertifizierte Studios aufsuchen. Über die aktuelle Belastung durch Sonnenstrahlen informiert das BfS mit dem UV-Index (UVI). Das ist ein international gültiger Wert, mit dem man sich ausrechnen kann, wie lange man sich unbeschadet der Sonne aussetzen darf. Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. "Je höher dieser Wert, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko", erläutert Nording.

Das BfS veröffentlicht im Internet regelmäßig die aktuellen UVI-Messwerte sowie eine Drei-Tages-Prognose. (http://www.bfs.de/uv/uv2/uvi)

Werner Nording | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de
http://www.bfs.de/uv/uv2/uvi

Weitere Berichte zu: BfS Hautkrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen
11.12.2017 | Universität Bern

nachricht Kommunikation ist alles – auch im Immunsystem
28.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit