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Biologisches Sicherheitslabor (BSL 3) geht in Betrieb

27.06.2008
Das Biologische Sicherheitslabor der Stufe 3 (BSL 3) der Heinrich-Heine-Universität und des Universitätsklinikums nimmt in Kürze seinen Betrieb auf.

Baubeginn war erst im April vergangenen Jahres. Infektionserreger der biologischen Sicherheitsstufe 3 führen zu schweren Erkrankungen und Epidemien, gegen die jedoch eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung zur Verfügung steht, so die Definition der weltweit zweithöchsten biologischen Sicherheitsstufe.

Für den Umgang mit solchen Viren oder Bakterien sind umfangreiche bauliche und technische Vorgaben nötig. Arbeitsschwerpunkte des modernsten Labors dieser Art in Nordrhein-Westfalen sind die Tuberkulosediagnostik und die HIV-Forschung sowie die klinische Diagnostik bei weiteren BSL 3-pflichtigen Erregern für das Klinikum und die Region.

Die infektionsmedizinische Behandlung von Patienten im Universitätsklinikum kann sich durch das neue BSL 3-Labor und die zur Zeit im Bau befindlichen Hochsicherheits-Infektionsstation der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie erheblich erweitern. Das mikrobiologische, virologische und infektiologische Forschungsprofil der Hochschule wird nachhaltig gestärkt.

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Wichtiges Argument für die Standortwahl war außerdem der drittgrößte internationale Flughafen Deutschlands in Düsseldorf, der jederzeit Einfalltor von Erregern aus der ganzen Welt sein kann.

Das durch das Universitätsklinikum, die Medizinische Fakultät und mittels einer Spende der Jürgen-Manchot-Stiftung finanzierte Forschungslabor steht allen Wissenschaftlern der Heinrich-Heine-Universität offen. Der sichere diagnostische Umgang mit Erregern wie beispielsweise Tuberkulose, Typhus oder Virushepatitis ist heute für eine universitäre Krankenversorgung unerlässlich.

Das gilt auch deshalb, weil Erreger aufgrund von Mutationen oder Resistenzen als gefährlicher eingestuft werden müssen als früher. Dazu zählen hochresistente Tuberkulosebakterien, HIV oder besonders ansteckende Influenzaviren. Schließlich sollen Masern- und Polioviren, die von der WHO zur Ausrottung vorgesehen wurden, zukünftig nur noch unter Sicherheitsauflagen der Stufe 3 erforscht und diagnostiziert werden.

Kontakt: Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Tel.: 0211 / 81-12459, Prof. Dr. Hartmut Hengel, Direktor des Instituts für Virologie, Tel.: 0211 / 81-12225, Prof. Dr. Heiner Schaal, Institut für Virologie, Leiter des BSL 3 Labors, Tel. 0211 / 81-12393

Susanne Dopheide | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-duesseldorf.de

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