Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VETlife: E-Learning für Tierärzte

25.06.2008
Über 80 Prozent der niedersächsischen Tierärztinnen und Tierärzte wünschen sich, dass fachliche Fortbildungen auch per E-Learning angeboten werden.

Als Gründe nannten die 212 befragten Veterinäre das Wegfallen von Reisekosten, Verdienstausfall und Praxisver-tretungen. Das ergab eine repräsentative Befragung in Niedersachsen.

Die Voraussetzungen dafür sind gut: Zu über 95 Prozent stehen den Tierärzten PCs mit Internetanschluss am Arbeitsplatz für die eigene Fortbildung zur Verfügung. Damit ließe sich das Lernen gut in den Arbeitsalltag, beispielsweise während der Wartezeit zwischen den Patienten, oder von zu Hause in die berufsbegleitende Fortbildung integrieren.

Zurzeit gibt es allerdings kaum E-Learning-Angebote für die tiermedizinische Aus- und Fortbildung. Das soll mit dem Projekt VETlife jetzt geändert werden. Dr. Gerhard Greif, Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover erläutert: "Für die rund 4.000 Tierärztinnen und Tierärzte in Niedersachsen werden Lernprogramme und Lernarrangements erarbeitet, die ständig erweitert und an die aktuellen Anforderungen angepasst werden sollen." Die Themen entsprechen einem Querschnitt der tierärztlichen Tätigkeiten: klinische Tätigkeiten, Tierseuchenkrisenmanagement sowie Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz. Frank-Peter Oppenborn, Geschäftsführer der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG sagt: "VETlife ist ein Leuchtturmprojekt, das E-Learning in die tiermedizinischen Fortbildungen einführt. Es ist kein Zufall, dass es in Niedersachsen durchgeführt wird, da hier die wich-tigen tiermedizinischen Akteure an einem Ort vereint sind."

... mehr zu:
»VETlife

Dr. Jan Ehlers, E-Learning-Beauftragter der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, sagt: "VETlife ermöglicht die schnelle Bereitstellung von E-Learning-Angeboten zu akuten Themen wie beispielsweise Fortbildungen zur Vogelgrippe oder aktuellen Fragen der Lebensmittelsicherheit, wie beim Auftreten von "Gammelfleisch"-Fällen." Es werden Lernpro-gramme und Lernkonzepte entwickelt, die die neuesten Erkenntnisse der Mediendidaktik einsetzen. So können die Tierärzte über das Internet in Gruppen gemeinsame Aufgaben bearbeiten, die von einem Dozenten betreut werden, außerdem werden Web 2.0-Techniken und MP3-Anwendungen integriert, die den Tierärzten eine flexible und alltagstaugliche Möglichkeit zur Fortbildung bieten sollen. Mit dem Einsatz von virtuellen Fallbeispielen werden zudem konkrete Lernfälle aus der Praxis vorgestellt.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert VETlife mit über 500.000 Euro. In dem Projekt arbeiten die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, die Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, und Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg als Kooperationspartner zusammen. Eingebunden in das Projekt sind auch die Niedersächsische Tierärztekammer und das Kompetenzzentrum eLearning Niedersachsen.

Kontaktdaten:

Dr. med. vet. Jan P. Ehlers
Telefon: 0511 856-8054
Mail: Jan.Ehlers@tiho-hannover.de
Dipl.-Päd. Klaus H. Fehrlage
Telefon: 0441 9353-170
Mail: fehrlage@kuw.de

Sonja von Brethorst | idw
Weitere Informationen:
http://www.tiho-hannover.de
http://www.kuw.de

Weitere Berichte zu: VETlife

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie