Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stiftung Deutsche Depressionshilfe gegründet

11.06.2008
Um die Situation depressiv erkrankter Menschen zu verbessern, wurde nun die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ins Leben gerufen.

"Obwohl es wirksame Therapien gibt, wird die Krankheit Depression häufig zu spät erkannt und oft nicht konsequent behandelt", so Stiftungsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Hegerl von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig. Etwa fünf Prozent der Deutschen leiden akut an einer behandlungsbedürftigen Depression. Der Großteil der jährlich 10.000 Suizide (Selbsttötungen) in Deutschland erfolgt im Rahmen depressiver Erkrankungen.

"Depression erforschen - Betroffenen helfen - Wissen weitergeben" unter diesem Motto widmet sich die neue Stiftung Deutsche Depressionshilfe seit dem Frühjahr 2008 einer der häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen: der Depression. "Die Versorgungs- und Lebenssituation depressiv erkrankter Menschen wurde in den letzten Jahren zwar optimiert, ist aber immer noch defizitär. Angesichts vier Millionen Betroffener in Deutschland, von denen sich bis zu 15 Prozent der schwer depressiv erkrankten Menschen das Leben nehmen, besteht dringender Handlungsbedarf," so Stiftungsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Hegerl von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig. "Aus diesem Grund haben wir die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ins Leben gerufen. Mit Hilfe der Stiftung soll Forschung angestoßen und den Betroffenen schnell und kompetent zu einer optimalen Behandlung sowie mehr Akzeptanz in der Gesellschaft verholfen werden", so Hegerl weiter.

Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig und Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist bereits seit Jahren auf dem Gebiet der Depression aktiv - als Forscher und seit 1998 als Sprecher des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten bundesweiten Netzwerk zur Optimierung von Forschung und Versorgung im Bereich depressiver Erkrankungen. Gemeinsam mit dem Deutschen Bündnis gegen Depression e.V., engagierten Privatpersonen und dem Universitätsklinikum Leipzig AöR gehört das Kompetenznetz Depression zu den Gründern der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Zur großen Freude des Stiftungsvorstandes konnte TV-Entertainer Harald Schmidt als Schirmherr gewonnen werden.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts.

Sie versteht sich als Dach des Forschungsverbundes Kompetenznetz Depression, Suizidalität und des gemeinnützigen Vereins Deutsches Bündnis gegen Depression, unter dem die Aktivitäten der beiden Verbünde gebündelt und weiterentwickelt werden. Damit die Forschungs- und Aufklärungsaktivitäten des Kompetenznetzes auch nach Auslaufen der BMBF-Förderung fortgeführt werden können, wird die Stiftung Deutsche Depressionshilfe später die Rechtsnachfolge des Kompetenznetzes antreten.

Weitere Informationen:
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Kathrin Winkler
Telefon: 0341 97-24586 oder -24539
E-Mail: presse@deutsche-depressionshilfe.de

Tobias D. Höhn | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-depressionshilfe.de
http://www.uni-leipzig.de/presse

Weitere Berichte zu: Depression Depressionshilfe Poliklinik Psychiatrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie