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Kampf dem Sonnenbrand und eine Bandage für alle Fälle

05.05.2008
TU-Studierende betätigen sich als Erfinder

Die Idee ist aus Finnland, die Resultate sind außergewöhnliche Lösungsansätze für die Praxis. Das Erfolgsrezept: Aufgabenstellung und Budget stammen von einem Industriepartner, eine Lehrveranstaltung liefert den Hintergrund für die disziplinen-, universitäten- und staaten-übergreifenden Projekte, die die Studierenden selbstständig bearbeiten.

Am Mittwoch, dem 7. Mai 2008, präsentieren Studierende des diesjährigen "project innovation projects" an der TU Graz ihre Prototypen: Die Projektgruppe "parasol" zeigt ein Messgerät, das hilft, die Sonneneinwirkung auf die Haut zu kontrollieren; das Studierendenteam "CALA" entwickelte eine Heilbandage, die je nach Bedarf kühlt oder wärmt.

Sonne tut gut, zu viel Sonne macht krank: Mit dem warmen Wetter steigt das Risiko, sich einen Sonnenbrand zu holen. Studierende der TU Graz haben daher in Kooperation mit Kollegen der Universitäten Graz und der TU Helsinki ein Gerät entwickelt, das insbesondere Kinder vor Hautschädigungen schützen soll: "Gerade Kinder reagieren empfindlich auf UV-Strahlung, spielen aber gerne an der Sonne", erklärt "parasol"-Teamleiter Favian Ong, der im Zuge der Entwicklungsarbeit auch Hautärzte befragte.

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"Unser Gerät bestimmt den Hauttyp einer Person und misst die momentane UV-Strahlung. Ergänzend kann der Nutzer den Schutzfaktor seiner Sonnencreme eingeben. Aus diesen Parametern berechnet das Gerät die Zeit, die sich jemand noch ohne gesundheitliche Bedenken in der Sonne aufhalten kann." Die Studierenden wollen damit einen Beitrag im Kampf gegen gesundheitsschädliche Hautrötungen leisten.

Bandage mit breitem Anwendungsspektrum

Nicht minder erfinderisch waren auch die Studierenden der Gruppe "CALA": "Unser Ziel war es, eine Bandage zu entwickeln, die je nach Bedarf wärmt oder kühlt und überall einsetzbar ist", erläutert der "Kopf" des ebenfalls interuniversitären Teams, Harald Paterno. "Für akute Beschwerden wie Sportverletzungen ist es günstiger zu kühlen, bei degenerativen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthritis sollte man die schmerzenden Körperteile warmhalten", weiß der Maschinenbauer aus der Befragung von Orthopäden und Physiotherapeuten. Zum Kühlen setzen die Studierenden dabei ein Thermoelement auf Halbleiterbasis ein, das Wärmen funktioniert über eine Heizfolie. Die Temperatur ist exakt regelbar, die Energie kommt aus einer Batterie.

Projekt mir großer Praxisnähe

"Im Rahmen des "product innovation project" haben die Studierenden die Chance, ihr Können in einem praxisnahen Umfeld unter Beweis zu stellen. Die Unternehmen profitieren von der Kreativität und der Begeisterung der Studierenden", erläutert Lehrveranstaltungsleiter Hannes Oberschmid vom Institut für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung der TU Graz. Partner aus der Wirtschaft sind heuer "PHILIPS Consumer Lifestyle Klagenfurt" und "therm-ic", Universitätspartner sind die Karl-Franzens-Universität Graz und die Technische Universität Helsinki. In den Teams arbeiten Studierende verschiedener Nationalitäten zusammen. Die Idee zum "product innovation project" brachte der Erasmus-Studierende Mario Fallast von Finnland an die TU Graz, der selbst maßgeblich an der "Premiere" der Initiative im Vorjahr mitwirkte und das Projekt nach wie vor unterstützt.

Bildmaterial zu den Projekten ist bei Nennung der Quelle "TU Graz/Lunghammer" honorarfrei verfügbar unter:

http://www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/innovation/index.htm

Abschlusspräsentation "product innovation project":
Termin: Mittwoch, 7. Mai 2008, 17 Uhr
Ort: Frank Stronach Institute, Inffeldgasse 11, Hörsaal FSI 1
http://www.productinnovation.tugraz.at
Rückfragen:
Lehrveranstaltungsleiter "product innovation project"
Dipl.-Ing. Hannes Oberschmid
Institut für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung
Email: hannes.oberschmid@tugraz.at
Tel: +43 (0) 316 873 7296
Mobil: +43 (0) 650 48 41 959
Teamleiter "parasol"
Favian Ong
Email: favian.ong@student.tugraz.at
Tel.: +43 650 77 88 292
Teamleiter "CALA"
Projektleiter Harald Paterno
Email: paterno@sbox.tugraz.at
Mobil: 0650 23 11 150

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at
http://www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/innovation/index.htm

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