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Forscher legt Aspirin-Link zu Lungenkrebs

26.06.2002

Die regelmäßige Einnahme von Aspirin soll bei weiblichen Rauchern das Lungenkrebsrisiko um die Hälfte senken. Davon sind zwar Forscher der New York School of Medicine überzeugt. Da es sich aber um eine geringe Probandenzahl handelte, raten andere Expertengruppen, dass Frauen eher das Rauchen aufgeben sollten als das Risiko mit Aspirin zu reduzieren.

Die Studie lief über zwölf Jahre und basiert auf einer Probandenzahl von 889 weiblichen Rauchern und Nicht-Rauchern, von denen 81 Lungenkrebs entwickelten. Die Forscher um den Studienleiter Paolo Toniolo stellten fest, dass sich bei jenen Frauen, die dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von sechs Monaten Aspirin einnahmen, das Lungenkrebsrisiko um mehr als ein Drittel reduzierte.

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Besonders wirksam sei Aspirin beim so genannten nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom, einem Lungenkarzinom, das seinen Ursprung im Epithel der Bronchien hat und mit Takabkonsum in Verbindung gebracht wird. Rauchten Frauen, so ein Bericht im Fachmagazin New Scientist und konsumierten regelmäßig Aspirin, hatten diese ein um 61 Prozent niedrigeres Risiko, diese Form des Lungenkrebs zu entwickeln, als die Nicht-Aspirin-Gruppe. "Vermutlich besitzt Aspirin eine entzündungshemmende Wirkung auf jenen Bestandteil im Tabakrauch, der eine Inflammation und Lungenkrebs auslöst", vermutet Toniolo. Noch wisse man aber nicht, welcher Bestandteil dafür verantwortlich ist. Zur Prävention tritt Toniolo auch für eine Verschreibung von Aspirin für ehemalige Raucher ein, die Gefahr laufen, selbst Jahre nach der letzten Zigarette noch eine chronische Entzündung der Lungen zu entwickeln.

"Aspirin könnte auch einen weiteren Zusatznutzen haben", spekuliert der Forscher. Es könnte den Zelltod, die so genannte Apoptose, beschleunigen. Die Geschwindigkeit der Apoptose sei gerade bei mutierten Zellen signifikant verringert. "Diese Annahmen über die positive Wirkung von Aspirin sind zwar überzeugend, aber um die Ergebnisse zu verifizieren, muss die Probandenzahl erhöht werden", so Leslie Walker von Cancer Research UK. Interessant sei aber dennoch, dass die Zahl der Krebsarten, bei denen Aspirin mit einer Risikominimierung in Zusammenhang steht, steigt.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.med.nyu.edu/
http://www.newscientist.com/

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