Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schmerzfreie Diagnostik bei Haarwachstumsstörungen

26.06.2002


Kein Haare-Ausreißen mehr - Software vergleicht Bilder

ZN Visiomed AG, ein Tochterunternehmen der ZN Vision Technologies AG, hat gemeinsam mit der Dermatologischen Universitätsklinik der Ruhr-Uni-Bochum eine Software zur schmerzfreien Diagnostik bei Haarwachstumsstörungen entwickelt. Vor allem bei Haarausfall ist eine Analyse der physiologischen Parameter der Haare nötig, bisher mussten Hautärzte den Patienten dafür rund 100 Haare ausreißen. "Das System wird erstmals auf der Fortbildungswoche in München von 21. bis 26. Juli 2002 der Ärzteschaft vorgestellt", erklärte Jürgen Richter von der ZN Visiomed AG gegenüber pte. Ab diesem Zeitpunkt sei das System, dessen Entwicklungszeit Richter zwischen ein und zwei Jahre ansetzt, weltweit erhältlich. Ein Preis steht derzeit noch nicht fest.

Das System baut auf dem bereits vorhandenen System micorDERM zur Diagnoseunterstützung von Hautkrebs auf. Durch eine neue Software für dieses System wird durch den Vergleich zweier Bilder eine nicht-invasive, schmerzfreie und zuverlässige Ermittlung des Haarwachstums ermöglicht. Anhand zweier Bilder, die im Abstand von wenigen Tagen aufgenommen werden, ermittelt die Software die Haarlängen und -dicken sowie das Verhältnis von wachsenden zu ruhenden Haaren.

Für die erste Aufnahme müssen die Haare an der gewünschten Stelle auf einer Fläche von max. 2 cm2 auf 1 mm Länge gekürzt werden. Die microDERM-Kamera nimmt anschließend die Fläche mit einer standardisierten Vergrößerung auf. Nach etwa zwei Tagen wird der gleiche Bereich nochmals mit identischen Abbildungseinstellungen für die Verlaufskontrolle gespeichert. Dadurch können Haare beobachtet werden, ohne den Kreislauf des Haarwachstums zu stören. Beim derzeit üblichen Trichogramm der Haare werden dagegen etwa 100-150 Haare ausgerissen. "Das neue Verfahren ist viel schonender. Untersuchungen zeigen, dass die Ergebnisse mit dem mikroskopischen Verfahren vergleichbar sind", erklärte Klaus Hoffmann, leitender Oberarzt der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum.

Das gesunde Verhältnis von Kopfhaaren im Wachstum und in der Ruhephase liegt bei 80:20. Die Software microDERM®hair analysiert das Haarwachstum und zeigt innerhalb von Sekunden anschauliche und exakte Grafiken zu den gemessenen Haareigenschaften. Die Analyse kann laut Entwicklern auf alle Arten von Haarerkrankungen angewandt werden, die sich durch eine Veränderung des Haarwuchses in den Parametern wie z.B. Haardichte und -durchmesser bemerkbar machen.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.visiomed.de/
http://www.ruhr-uni-bochum.de/
http://www.pte.at/pte.mc?pte=011108044

Weitere Berichte zu: Haarwachstumsstörung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen