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Vorbericht zur Update-Recherche von COPD- und Asthma-Leitlinien erschienen

27.03.2008
Aktuelle Empfehlungen zeigen möglichen Änderungsbedarf bei DMP

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 27. März 2008 die vorläufigen Ergebnisse einer Update-Recherche evidenzbasierter Leitlinien zu den Themen Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD) und Asthma bronchiale vorgelegt.

Ziel des Berichts ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Kernempfehlungen zu identifizieren, die für die geplante Überarbeitung des Disease-Management-Programms (DMP) von Bedeutung sein könnten. Bis zum 24. April 2008 können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

Evidenz ausführlich dokumentiert

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Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) haben die Kölner Wissenschaftler systematisch nach neuen Leitlinien gesucht, deren methodische Qualität bewertet und daraus relevante Empfehlungen zu Diagnose, Therapie und Rehabilitation zusammengestellt. Zudem haben sie die in den Leitlinien genannten wissenschaftlichen Belege für diese Empfehlungen dokumentiert. Erneut überprüft wurde die Evidenz allerdings nicht. Darin unterscheiden sich die Leitlinienbewertungen von den Nutzenbewertungen des Instituts.

Keine Widersprüche zwischen DMP und aktuellen Empfehlungen

Eingeschlossen wurden insgesamt 16 hochwertige Leitlinien, die für die Behandlung des Asthma bronchiale erstellt wurden sowie 14 Leitlinien zur COPD. Wie die Auswertung ergab, stimmen die Empfehlungen mit den Vorgaben des DMP weitgehend überein. Inhaltliche Widersprüche gibt es keine. Die Wissenschaftler fanden auch keine wesentlichen Neuerungen, die eine Modifikation des DMP zwingend erforderlich machen. Allerdings behandeln die aktuellen Leitlinien eine ganze Reihe von Versorgungsaspekten detaillierter, als das im DMP der Fall ist.

Möglichen Änderungsbedarf sieht der IQWiG-Vorbericht deshalb vor allem in Form einer Ergänzung und Spezifizierung des DMP: Das betrifft beim Asthma bronchiale insbesondere die Darstellung der medikamentösen Therapie (Orientierung am Schweregrad der Erkrankungen bzw. dem Grad der Asthmakontrolle). Zudem könnte der akute Asthmaanfall in den Vorgaben für das DMP stärker berücksichtigt werden. Bei der COPD sehen die Wissenschaftler einen Bedarf vor allem hinsichtlich des Stellenwerts der Reversibilitätstestung bei der Diagnose. Außerdem könnten im DMP insbesondere die Empfehlungen zum Vorgehen bei akuten Verschlechterungen der Erkrankung (Exazerbationen) sowie für die Gabe systemischer Corticosteroide differenzierter dargestellt werden.

Zum Ablauf der Berichtserstellung

Die berichtsspezifische Methodik hatte das IQWiG in der vorläufigen Version des Berichtsplans im Juli 2007 dargelegt und um Stellungnahmen gebeten. Diese wurden zusammen mit einer Würdigung und der Version 1.0 des Berichtsplans im November 2007 publiziert. Auch die Stellungnahmen zum Vorbericht werden nach Ablauf der Frist gesichtet. Sofern sie Fragen offen lassen, werden die Autoren zu einer mündlichen Erörterung eingeladen. Danach wird der Vorbericht überarbeitet und als Abschlussbericht an den Auftraggeber G-BA weitergeleitet.

Dr. Anna-Sabine Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.iqwig.de

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