Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Psychoonkologische Unterstützung finden: neue Adressdatenbank beim Krebsinformationsdienst verfügbar

19.03.2008
Unter www.krebsinformationsdienst.de können Krebspatienten und Interessierte vom 20. März an Adressen niedergelassener Therapeuten finden, die eine zertifizierte Weiterbildung in der psychosozialen Unterstützung von Tumorkranken absolviert haben.

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums hat gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. (dapo) entsprechende Angebote recherchiert.

Wer keinen Internetzugang hat, kann Adressen in Deutschland am Telefon erfragen: Der KID informiert täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr unter 0800 - 420 30 40. Anrufe aus dem deutschen Festnetz sind kostenlos.

Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit - Krebspatienten kennen diese belastenden Gefühle. Die Mehrzahl der Betroffenen bewältigt auch ohne professionelle Hilfe die psychosozialen Herausforderungen durch die Erkrankung und die oft damit verbundene Neuorientierung. Beratung und Information können bei Bedarf wichtige Orientierungshilfe bieten:

Der Krebsinformationsdienst nennt Ratsuchenden schon seit vielen Jahren das Angebot der regionalen psychosozialen Krebsberatungsstellen. Sie sind nicht nur für Patienten, sondern auch für Angehörige eine erste Anlaufstelle. Schwieriger gestaltete sich bisher die Suche nach Psychotherapeuten, die eine längerfristige ambulante Betreuung bieten und sich mit den besonderen psychosozialen Anliegen Krebskranker auskennen.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e. V. (dapo) hat der Krebsinformationsdienst nun eine Datenbank mit Adressen von Therapeuten erstellt: Angeschrieben wurden die Absolventen der "Weiterbildung Psychosoziale Onkologie" (WPO), die ein Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten haben.

Dieser Weiterbildungsgang wird gemeinsam von der PSO und der dapo getragen; Ziel ist die systematische Qualifizierung zur psychosozialen Unterstützung von Krebskranken und deren Angehörigen. Seit 1994 haben rund 850 Absolventen die "WPO" durchlaufen, darunter vorwiegend Diplom-Psychologen und Mediziner. Welche der Absolventen allerdings tatsächlich eine ambulante Therapie durchführen können, wer unter ihnen über eine Kassenzulassung verfügt und welche therapeutische Grundrichtung verfolgt wird, hat der Krebsinformationsdienst nun erstmals erfragt.

Die Adressen sind im Internet verfügbar unter www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/adressen/wpo.php. Am Telefon nennt der Krebsinformationsdienst Ansprechpartner unter 0800 - 420 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr; Anrufe aus dem deutschen Festnetz sind kostenlos.

Die Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. ist im Internet unter www.pso-ag.de vertreten. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. informiert unter www.dapo-ev.de. Über die ein- bis zweijährigen Weiterbildungskurse können sich Interessierte unter www.wpo-ev.de informieren.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Dr. Stefanie Seltmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dkfz.de
http://www.dkfz.de/pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: Krebsgesellschaft Krebsinformationsdienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Stoßlüften ist besser als gekippte Fenster
29.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten