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Stoffwechselweg entscheidet über Nebenwirkungspotential / Therapie mit Lipidsenkern

13.06.2002


Die Diskussion um das Nebenwirkungspotential der Statine erhält offenbar neue Nahrung: Wie jetzt bekannt wurde, kann die simultane Einnahme von Simvastatin und dem Antiarrhythmikum Amiodaron möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für Myopathien und Herzrhytmusstörungen führen. Im Licht dieser neuen Entwicklungen weist das Unternehmen Novartis auf die besonderen pharmakologischen Vorzüge seines Lipidsenkers Fluvastatin hin. Fluvastatin zeichnet sich vor allem durch einen im Vergleich zu den meisten anderen CSE-Hemmern besonderen Abbaumechanismus und Retardgalenik für die Höherdosierung aus.

Wohl kaum ein Experte stellt den Nutzen einer Cholesterin-senkenden Therapie mit einem CSE-Hemmer für die koronare Herzerkrankung in Frage. Kürzlich konnte für die relativ frühe Phase der KHK, welche durch Angina Pectoris Beschwerden und Ischämien gekennzeichnet ist, mit Fluvastatin (Locol(R)) eine Risikoreduktion kardialer Ereignisse nachgewiesen werden. Hier zeigte sich, dass verstärkt Hochrisikopatienten mit multiplen Gefäßschäden und Diabetiker profitieren.

Allerdings unterscheiden sich die zugelassenen Statine hinsichtlich ihrer pharmakologischen Charakteristika zum Teil deutlich voneinander. Die unterschiedlichen pharmakokinetischen Kenngrößen aber sind letztlich auch für eventuell auftretende Begleiterscheinungen verantwortlich. Vor allem die in der Leber exprimierten Enzyme der Cytochrom-P-450-Familie (CYP-P-450) sind an der Verstoffwechselung verschiedener Statine beteiligt. Dies betrifft vor allem die aus Pilzen gewonnenen Statine Lovastatin und Simvastatin. Diese Wirkstoffe, aber auch Atorvastatin und das mittlerweile vom Markt genommene Cerivastatin, werden überwiegend über CYP3A4 metabolisiert. Nachteilig wirkt sich hier aus, dass fast 50% der gegenwärtig in der klinischen Praxis eingesetzten Medikamente ebenfalls über dieses Enzym abgebaut werden. Hierzu gehören Substanzen wie Ciclopsorin A, Erythromycin, Midazolam, Nifedipin, Verapamil oder Amiodaron. Klar ist folgendes: Je mehr Medikamente über diesen Stoffwechselweg abgebaut werden, umso langsamer können einzelne Substanzen aus dem Körper eliminiert werden. Die Gefahr gefährlicher Nebenwirkungen, etwa Myopathien, steigt.

Fluvastatin: hocheffektiv und sicher zugleich

Der CSE-Hemmer Fluvastatin (Locol(R)) aus dem Hause Novartis, ein synthetisches Statin, wird zwar ebenfalls über Enzyme aus der Cytochrom-P-450-Familie metabolisiert, das entscheidende Enzym ist aber CYP2C9. Daher kann Fluvastatin mit Medikamenten, deren Elimination über CYP3A4 erfolgt, kombiniert werden und damit mit dem Großteil der in der Praxis gebräuchlichen Medikamente. Zusätzlich sorgt die Retardgalenik für die Dosierung von 80 mg für eine kontrollierte Wirkstofffreisetzung. Es werden hohe Plasmaspiegel vermieden und somit eine geringere Nebenwirkungsrate entscheidend unterstützt. Dies wird durch die Analyse von Daten von fast 9000 Patienten unterstrichen, welche erst kürzlich publiziert worden sind. Ausgewertet wurden dabei die Daten von Patienten, die entweder Plazebo, oder den CSE-Hemmer Fluvastatin in der Dosierung von 20 mg, 40 mg oder 80 mg in der Retard-Formulierung erhalten hatten. Das Ergebnis im Überblick: Erhöhungen der Creatin-Phospho-Kinase (CPK) als Hinweis auf eine Myopathie waren insgesamt selten und traten nicht häufiger auf als unter Plazebo. Tendenziell wurden sogar weniger häufig Anstiege der CPK unter der Einnahme der Locol(R) 80 mg Retardgalenik gemessen.

Fazit

Der Myokardinfarkt ist nach wie vor die häufigste Todesursache in Europa. In Deutschland versterben pro Jahr etwa 175 000 Personen an arteriosklerotisch bedingten Erkrankungen der Herzkranzgefäße einschließlich des akuten Myokardinfarkts. Umso wichtiger ist eine rechtzeitig einsetzende Lipidsenkung mit einem modernen und sicheren Lipidsenker. Eine Therapie mit Fluvastatin ermöglicht es den Ärzten, ihre gefährdeten und oft multimorbiden Patienten besonders sicher zu behandeln. Der Grund: Fluvastatin (Locol(r)) wird im Gegensatz zu anderen Lipidsenkern über einen Stoffwechselweg abgebaut, bei dem gefährliche Interaktionen mit anderen Medikamenten weitgehend ausgeschlossen sind. Außerdem werden die Therapieziele in der Höherdosierung erzielt und dieses mit einer optimierten Sicherheit durch die Minimierung der Plasmaspiegel mittels Retard-Formulierung.

Novartis AG (NYSE: NVS) ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit. Im Jahr 2001 erzielte der Konzern einen Umsatz von CHF 32,0 Milliarden (USD 19,1 Milliarden) und einen Reingewinn von CHF 7,0 Milliarden (USD 4,2 Milliarden). Der Konzern investierte rund CHF 4,2 Milliarden (USD 2,5 Milliarden) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 72 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern.

Dr. Michaela Paudler-Debus | ots
Weitere Informationen:
http://www.novartis.de

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