Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virushepatitis und HIV-Erkrankung

19.03.2008
Symposium über Perspektiven in Diagnostik und Therapie - Die Leberentzündung, ausgelöst durch Viren, sowie die HIV-Infektion gehören mit ihren Folgeerkrankungen - Leberzirrhose und Leberkrebs auf der einen, Aids auf der anderen Seite - nach wie vor zu den weltweit häufigsten chronischen Infektionserkrankungen. Für beide haben sich die Therapiemöglichkeiten in den vergangenen zwei Jahren nochmals erweitert.

"Mit der Zulassung zweier neuer Hemmstoffe stehen weitere Substanzklassen für die Therapie der HIV-Infektion zur Verfügung", sagt Professor Hartwig Klinker, der an der Medizinischen Klinik II der Universität Würzburg den Schwerpunkt Infektiologie leitet. Außerdem gebe es durch eine neue feste Kombination von Wirkstoffen jetzt erstmals eine "Ein-Pillen-Therapie". Vorbei also die Zeiten, in denen HIV-Infizierte jeden Tag eine große Zahl von Tabletten nehmen mussten.

Auch für die Therapie der Hepatitis B wurden zwei neue Wirkstoffe zugelassen, was laut Klinker die Möglichkeiten für eine langfristige effektive Therapie erheblich erweitert. Zudem sei die Behandlung der chronischen Hepatitis C durch zunehmend individualisierte Strategien weiter verbessert worden.

Diese aktuellen Therapieoptionen einschließlich der begleitenden Diagnostik gehören am 11. und 12. April zu den Themen des 5. Würzburger Infektiologischen Symposiums. Die rund 250 Teilnehmer diskutieren auch über das Management der Nebenwirkungen, die bei einer langfristigen antiviralen Behandlung auftreten können. "Dieser Punkt ist ganz entscheidend für den Langzeiterfolg der Therapie", betont Klinker. Ein eigener Vortragsblock beschäftigt sich mit Fragen der Viruskontrolle und Impfstoffentwicklung. Zur Sprache kommt außerdem die Bedeutung immunologischer Vorgänge für das Überdauern der Viren im Körper beziehungsweise für deren Elimination.

... mehr zu:
»Hepatitis »Infektiologie

Tagungsort ist der große Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin in der Oberdürrbacher Straße 6. Veranstaltet wird das Symposium vom Schwerpunkt Infektiologie der Uniklinik, den bundesweiten Kompetenznetzen HIV/Aids und Hepatitis sowie der Initiative Against Aids & Global Infections. Die beiden Kompetenznetze wurden vom Bundesforschungsministerium eingerichtet. Sie sollen dafür Sorge tragen, dass Grundlagenwissenschaft und klinische Forschung sowie die Betreuung der Patienten in Kliniken und durch niedergelassene Ärzte miteinander verbunden werden. Auf dem Symposium berichten Vertreter der Netzwerke über ihre Aktivitäten.

Eröffnet wird das Symposium mit einem Vortrag über ein zentrales Thema der Infektiologie: Der Würzburger Professor Klaus Fleischer, der lange Jahre die Tropenmedizinische Abteilung der Missionsärztlichen Klinik leitete, spricht am Freitag, 11. April, um 19.15 Uhr im Wenzelsaal des Rathauses über "Armut und Infektion am Beginn des 21. Jahrhunderts". Neu im Programm des Symposiums ist eine Posterausstellung, mit der die Organisatoren vor allem jüngere Wissenschaftler ansprechen möchten.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hartwig Klinker, Klinker_H@klinik.uni-wuerzburg.de, T (0931) 201-36174 oder 201-36203.

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Hepatitis Infektiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

nachricht Neue Risikofaktoren für Angsterkrankungen
22.02.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften