Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Therapie kann Erblindung im Alter verhindern - Gesetzliche Kassen übernehmen Kosten

12.06.2002


Bundesweit etwa 1,2 Millionen ältere Menschen leiden unter der ’Makula-Degeneration’ - einer Augenerkrankung, die bis zur Erblindung führen kann. Dabei verkümmern im Zentrum der Netzhaut die wichtigsten Sinneszellen des Auges - jede fixierte Stelle erscheint als dunkler, verschwommener Fleck. Meist zeigen sich die ersten Symptome beim Lesen.


Augenärzte unterscheiden zwei Formen der altersabhängigen Krankheit, die ’normale’ und eine sogenannte ’feuchte’ bis zur Erblindung führende Makula-Degeneration. Behandlungserfolge gegen die ’feuchte’ Variante lassen sich seit kurzem mit der Photodynamischen Therapie erzielen, die jetzt in den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde. ’Wir bieten unseren Versicherten damit eine zusätzliche Leistung nach dem neuesten Stand der medizinischen Forschung’, unterstreicht Günter van Aalst, von der Techniker Krankenkasse (TK) in NRW. ’Um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen, sind allein in Nordrhein-Westfalen 25 Augenärzte berechtigt, Patienten mit der Photodynamischen Therapie zu behandeln’.

Während die häufigere, normale Makula-Degeneration eher zu einer schleichenden Verschlechterung der Sehfähigkeit führt, wachsen bei der ’feuchten’ Variante innerhalb weniger Wochen unkontrolliert Blutgefäße im Auge und behindern so die Versorgung der Sinneszellen mit Nährstoffen. Ohne eine schnelle Behandlung droht ein dauerhafter Verlust der Sehfähigkeit. Erscheinen gerade Linien oder rechte Winkel, beispielsweise Fensterkreuze krumm, ist dies ein Zeichen für eine ’feuchte’ Makula-Degeneration.


Die wuchernen Blutgefäße werden bei der Photodynamischen Therapie durch einen speziellen Farbstoff markiert und mit einem energiearmen Laser-Gerät gezielt zerstört. Den ungiftigen Farbstoff, der sich nur in den krankhaften Gefäßen ablagert, erhalten die Patienten vorher gespritzt. Wird die Behandlung in einem frühen Stadium durchgeführt, kommt es bei rund 60 Prozent der Patienten zu einer Stabilisierung der Sehschärfe, bei einigen sogar zur Verbesserung. Unter Umständen muss die Operation aber mehrfach wiederholt werden.

Anschriften der Ärzte und Kliniken, die eine Behandlung der ’feuchten’ Makula-Degeneration mit der Photodynamischen Therapie anbieten, sind in allen TK-Geschäftstellen erhältlich.

Christian Elspas | pressrelations.de

Weitere Berichte zu: Blutgefäß Erblindung Makula-Degeneration

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie