Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HER-2/neu-Serumspiegel haben prognostische Bedeutung

12.06.2002


Studie mit Serumtest von Bayer bei metastasierendem Brustkrebs

... mehr zu:
»Brustkrebs

Frauen mit metastasierendem Brustkrebs, deren HER-2/neu-Serumspiegel während der Behandlung unter 15 ng/ml fallen, haben eine signifikant bessere Prognose als solche, deren Werte kontinuierlich darüber liegen. Die neue Studie wurde im Mai auf dem 38. Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Orlando, Florida, vorgestellt. Anhand der Ergebnisse wurde der Schluss gezogen, dass die Überwachung der HER-2/neu-Werte im Blut bei der Einschätzung der Prognose eine besondere Bedeutung hat.

’Die Ergebnisse früherer Studien konnten bestätigt werden, nach denen hohe HER-2/neu-Werte mit einer schlechten Prognose korrelieren. Die Beziehung zwischen dem Verlauf der Erkrankung und den HER-2/neu-Spiegeln war signifikant’, sagte der Studienleiter Dr. Walter Schippinger, Abteilung für Klinische Onkologie, Medizinische Universitätsklinik Graz, Österreich.


Die neue retrospektive Studie untersuchte, ob erhöhte HER-2/neu-Spiegel die Überlebenszeit insgesamt und die Überlebenszeit nach einem Rückfall beeinflussen. Dazu wurde in 2.964 Blutproben von 313 Patientinnen HER-2/neu bestimmt. Die Patientinnen wurden in zwei Gruppen mit Spiegeln über und unter 15 ng/ml eingeteilt und mit einer Hormon- und Chemotherapie behandelt. Patientinnen, bei denen die HER-2/neu-Werte unter 15 ng/ml fielen, hatten eine signifikant bessere Prognose und eine längere gesamte Überlebenszeit als diejenigen mit kontinuierlich erhöhten Serumspiegeln.

Die Ergebnisse haben erneut belegt, dass mit der Bestimmung der aktuellen HER-2/neu-Werte im Blut die Behandlung optimiert werden kann. Bereits in früheren Studien konnte nachgewiesen werden, dass fallende HER-2/neu-Werte den Behandlungserfolg widerspiegeln, während steigende Werte die Progression der Erkrankung, eine schlechtere Prognose und eine kürzere Überlebenszeit anzeigen. Bei etwa 30 Prozent der Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs wird das Onkoprotein im Überschuss gebildet. Dies ist ein Hinweis auf eine besonders aggressive Tumorart.

In Deutschland werden jährlich zirka 45.800 bösartige Tumore der Brust neu diagnostiziert. Rund die Hälfte der Frauen entwickelt innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose Metastasen.

Die amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den HER-2/neu-Test von Bayer Diagnostika im Jahr 2000 zur Nachuntersuchung und zur Therapieüberwachung bei metastasierendem Brustkrebs zugelassen. Er wird bei Patientinnen eingesetzt, die einen anfänglichen HER-2/neu-Wert von 15 ng/ml oder darüber haben. In der Klinik ist der Test als prognostischer Marker für einen frühen Rückfall und bei der Überwachung einer Immuntherapie noch nicht vollständig etabliert. Er ist auf dem Bayer Immuno1® Immunoassay System und als Mikrotiter ELISA von Oncogene Science erhältlich.

Der HER-2/neu-Serumtest wurde von der Oncogene Science Group entwickelt, die zu Bayer Diagnostika gehört. Sie hat sich auf die Forschung und Entwicklung von Tests zur Krebsdiagnose und zur Überwachung des Krankheits- und Therapieverlaufs spezialisiert.

| BayNews

Weitere Berichte zu: Brustkrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie