Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Winzige Magnete sollen Krebszellen zerstören

03.03.2008
Forschung befindet sich noch in Anfangsstadium

Um Krebs effektiver zu therapieren, wollen Wissenschaftler in Zukunft winzige Magneten nutzen, die von Bakterien eigenständig produziert werden. Forscher der Universität Edinburgh haben einen Weg gefunden, um die Kraft solcher Nanomagneten zu verstärken und so für die Krebstherapie brauchbar zu machen.

"Derartige Projekte sind immer zu begrüßen, da sich gerade in der Krebsforschung sehr viel tut", kommentiert Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe, gegenüber pressetext. "Trotzdem muss man vorsichtig sein, da die Gefahr besteht, dass bei Patienten falsche Hoffnungen geweckt werden."

Tatsächlich ist das Verfahren in der Krebstherapie noch reine Theorie. Bakterien sollen Eisen aus ihrer Umgebung aufnehmen und daraus eine Kette aus magnetischen Partikeln erzeugen. Diese Kette kann dann ähnlich einer Kompassnadel genutzt werden, um die Magneten zu Krebszellen zu leiten. Mithilfe eines gegensätzlichen Magnetfeldes könnten diese dann erhitzt und zerstört werden. Wie nützlich diese Technologie wirklich sein wird, hängt von der Stärke der Nanomagneten ab.

Grundsätzlich sind Nanopartikel, die von Bakterien erzeugt werden, für die medizinische Nutzung gut geeignet, so die leitende Forscherin Sarah Staniland gegenüber der BBC. Im Gegensatz zur Produktion von Menschenhand, seien diese in Größe und Form gleichmäßiger. Die Arbeit der Wissenschaftler befindet sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium. "Um die Wirksamkeit beurteilen zu können, muss man klinische Studien abwarten", meint Kiefhaber abschließend.

Georg Eckelsberger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ed.ac.uk
http://www.krebshilfe.net
http://news.bbc.co.uk

Weitere Berichte zu: Krebstherapie Krebszelle Nanomagnet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Eine Teleskopschiene für Nanomaschinen
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Standort Stuttgart, Stuttgart

nachricht Künstlicher Leberfleck als Frühwarnsystem
19.04.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics