Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland gegen Darmkrebs 2008

27.02.2008
Bundesweite Aktionswochen
11. März 2008, 18.00 bis 20.00 Uhr Telefon-Hotline: 0381/492800
12. März 2008, 17.00 bis 19.00 Uhr Tag der offenen Tür
Aufklärung und Vorsorge können Leben retten
Telefonhotline und Tag der offenen Tür: Rostocker Mediziner aktiv gegen Darmkrebs
Darmkrebs gehört noch immer zu den häufigsten Todesursachen: Etwa 30.000 Menschen erliegen allein in Deutschland jährlich einem Darmkrebsleiden, gut 70.000 Neuerkrankungen sind Jahr für Jahr zu beklagen. Dabei gehört Darmkrebs zu denjenigen Krebserkrankungen, die sich sehr gut behandeln lassen und heilbar sind, wenn sie früh genug erkannt werden. Aus diesem Grunde beteiligen sich Rostocker Mediziner an den bundesweit durchgeführten Aktionen "Deutschland gegen Darmkrebs 08". Im Laufe des "Darmkrebsmonats" März finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Ziele sind Aufklärung und Enttabuisierung. In Rostock stehen im Rahmen einer Telefonaktion der Ärztekammer MV und des Uniklinikums Rostock Experten Rede und Antwort. Außerdem sind Betroffene und Interessenten vom Rostocker Universitätsklinikum zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Jedes Jahr erkranken 71.400 Menschen an Darmkrebs, 28.900 Menschen erliegen jedes Jahr ihrem Darmkrebsleiden. Damit ist Darmkrebs nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. "Dabei lassen sich derartiger Erkrankungen wie der Dickdarmkrebs sehr gut erkennen und behandeln, wenn die Untersuchung rechtzeitig erfolgt", sagt Professor Dr. Stefan Liebe, Leiter der Abteilung für Gastroenterologie am Universitätsklinikum Rostock. Die Vorsorge ist das A und O - allerdings nehmen lediglich zehn Prozent der Menschen, die ein Anrecht auf eine Vorsorgeuntersuchung haben, diese auch in Anspruch, beklagt Professor Liebe.

Um der Bevölkerung Ängste und vorurteile zu nehmen, beteiligen sich die Rostocker Mediziner im März am Projekt "Darmkrebsmonat", das von der Stiftung LebensBlicke ausgerufen wurde. Bundesweit beteiligen sich Ärzte und verschiedene Organisationen in etwa 200 Städten mit Aktionen und Veranstaltungen. Menschen in Mecklenburg-Vorpommern können sich im Rahmen einer mit der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommerns durchgeführten Telefonaktion am 11, März zwischen 18.00 und 20.00 Uhr informieren. Am 12. März kann die Abteilung für Gastroenterologie während eines Tages der offenen Tür besucht werden. Dabei stehen Ärzte für Fragen und Antworten zur Verfügung, in praktischen Demonstrationen per Videofilm werden die Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten erklärt.

... mehr zu:
»Darmkrebs »Gastroenterologie

"Es geht uns darum, Hemmschwellen und Tabus abzubauen", sagt Professor Dr. Liebe. Es begegne ihm häufig, dass Menschen aus Scham zu spät zum Arzt gehen. Dabei sei gerade Darmkrebs sehr gut zu diagnostizieren und zu behandeln. Die optimale Methode für die Vorsorge und die Behandlung von Krebsvorstufen sei die Endoskopie oder Darmspiegelung. Mit Röntgenverfahren kann die Diagnose nur in bereits fortgeschrittenem Stadium gestellt werden, und die Kapselendoskopie, bei der eine kleine Kamera geschluckt wird, sei noch nicht praktikabel, so Professor Liebe. Bei der Darmspiegelung lassen sich Polypen als Vorstufen der Krebserkrankung in der gleichen Sitzung entfernen. Eine Endoskopie-Sitzung dauere zwischen zehn und 30 Minuten.

11. März 2008, 18.00 bis 20.00 Uhr Telefon-Hotline: 0381/492800, gemeinsam mit der Ärztekammer MV

12. März 2008, 17.00 bis 20.00 Uhr Tag der offenen Tür, Klinik für Innere Medizin, Abteilung für Gastroenterologie, Endoskopie, 2. Etage, Südflügel, Schillingallee 35, 18057 Rostock

Siehe auch: www.lebensblicke.de

Kontakt
Professor Dr. Stefan Liebe
Abteilung für Gastroenterologie
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel. 0381/4947481
Professor Dr. Peter Schuff-Werner
Ärztlicher Direktor
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel. 0381/4945011

Ingrid Rieck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Berichte zu: Darmkrebs Gastroenterologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Die bestmögliche Behandlung bei Hirntumor-Erkrankungen
28.03.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie