Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Große Forschungschancen durch Mini-Gerät

19.02.2008
Neues Tomographiegerät für Kleintiere am Universitätsklinikum Heidelberg von Dietmar-Hopp-Stiftung gefördert / Genaue, schonende Beobachtung von Therapieverläufen im Tierversuch möglich

Eine wertvolle Unterstützung für die wissenschaftliche Arbeit im Mini-Format steht jetzt in der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg zur Verfügung: Mit dem nur 1,50 m hohen und etwa 140 mal 80 cm breiten Tomographiegerät für Kleintiere wie Ratten und Mäuse können Krankheiten und Therapien am Tier detailgenau und gleichzeitig schonend untersucht werden.

So kann das moderne Diagnosegerät Tumoren erkennen und den Verlauf neuer Therapien aufzeichnen. Für den Positronen-Emissions-Tomographen (PET) im Mini-Format hat die Dietmar-Hopp-Stiftung eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

"Mit dem Micro-PET für Kleintiere können wir die Verteilung neuer radioaktiv markierter Moleküle bei Versuchstieren sichtbar machen und somit wichtige Informationen für die mögliche spätere Anwendung am Patienten erhalten. Es ist somit als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und klinischem Einsatz zu sehen", erklärt Professor Dr. Uwe Haberkorn, Ärztlicher Direktor der Klinik für Nuklearmedizin an der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg.

... mehr zu:
»Micro-PET »Molekül

Das Diagnosegerät spürt radioaktiv markierte Moleküle wie Zucker, Aminosäuren, Eiweiße oder Medikamente im Körper auf, so dass deren Aufnahme und Anreicherung im Gewebe sichtbar werden: Tumoren haben zum Beispiel wegen ihres meist schnellen Wachstums einen hohen Energiebedarf und nehmen daher Traubenzucker sehr schnell auf.

Moderne Technik dient auch dem Tierschutz

Die moderne Technik dient auch dem Tierschutz: Mussten bislang Versuchstiere in unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Erkrankung getötet werden, um den Krankheitsverlauf verfolgen zu können, so kann mit dem Micro-PET die Krankheit engmaschig an einem Tier beobachtet werden: Die Anzahl der benötigten Tiere sinkt.

Für das neue Gerät sind interdisziplinäre Studien u. a. bei den Hirnerkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, bei Herzmuskelschwäche und Krebserkrankungen geplant. Die Heidelberger Wissenschaftler arbeiten auch daran, die Auswirkungen neuer Therapien auf Tumorstoffwechsel, Tumorproliferation und Gefäßneubildung zu erfassen, neue Liganden für tumorspezifische Oberflächenstrukturen zu überprüfen und die Verteilung und die therapeutischen Effekte von Stammzellen zu überprüfen.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Uwe Haberkorn
Ärztlicher Direktor der Klinik für Nuklearmedizin
Radiologische Universitätsklinik Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 77 31 (Sekretariat)
E-Mail: Uwe.Haberkorn@med.uni-heidelberg.de
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Micro-PET Molekül

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Lymphdrüsenkrebs programmiert Immunzellen zur Förderung des eigenen Wachstums um
22.02.2018 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Forscher entdecken neuen Signalweg zur Herzmuskelverdickung
22.02.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics