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Pille zur Prävention von Eierstockkrebs sinnvoll

25.01.2008
Wissenschaftler fordern leichtere Zugänglichkeit

Mindestens 100.000 Todesfälle durch Eierstockkrebs wurden in Großbritannien in den letzten 50 Jahren durch die Einführung der Pille verhindert. Wissenschaftler der University of Oxford sind davon überzeugt, dass die steigende Popularität dieser Verhütungsform bald 30.000 Neuerkrankungen pro Jahr verhindern wird. Die in The Lancet veröffentlichten Studienergebnisse basieren auf der Analyse von 45 Studien. Laut dem Lancet-Editor werden Forderungen nach einer Pille ohne Rezept durch diese Ergebnisse bestärkt.

Der Zusammenhang zwischen der Einnahme der Pille und einer geringeren Anzahl an Eierstockkrebs-Erkrankungen ist seit langem bekannt. Die aktuelle Studie gehört jedoch zu den genauesten Versuchen zu erforschen, wie dieser Effekt sich auf das Leben einer Frau auswirken kann. Obwohl die Menge der Hormone in den 60er und 70er Jahren ungefähr doppelt so hoch war wie heute, scheint das keine Auswirkungen auf den Schutz gegen Krebs zu haben. Das Team um Richard Peto geht davon aus, dass der Schutz auch Jahrzehnte nach Beendigung der Einnahme bestehen bleibt. Es gab aber immer wieder auch Befürchtungen, dass die Anzahl der Erkrankungen an Brust- und Gebärmutterhalskrebs kurzfristig ansteigt. Laut Peto müssen sich die jungen Frauen jedoch keine Sorgen machen. Die Vorteile würden das Risiko bei weitem aufwiegen.

Lancet-Herausgeber Richard Horton betonte, dass diese Studienergebnisse überzeugende Argumente dafür lieferten, dass es leichter sein sollte die Pille zu bekommen. "Es gibt wenige Medikamente, die bereits nach einer kurzen Einnahme einen derart guten Schutz gegen eine so gefährliche Krankheit bieten."

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Denn durch die Pille könnten nicht nur die Krebserkrankungen verhindert, sondern auch das Leben von Zehntausenden Frauen gerettet werden. Derzeit ist die Pille in Großbritannien rezeptpflichtig. Die zuständige Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency erklärte, dass es keine Pläne gebe, die Pille ohne entsprechende Verschreibung und Abklärung der gesundheitlichen Risiken zugänglich zu machen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk
http://www.thelancet.com
http://www.mhra.gov.uk

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