Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Urologische Universitätsklinik Heidelberg entfernt die Prostata mit schonender "Schlüsselloch-Chirurgie"

10.01.2008
Jubiläum im OP: Ihrem 100. Patienten hat die Urologische Universitätsklinik Heidelberg mit Hilfe der computerassistierten minimal-invasiven Technik (so genannte "Da Vinci Laparoskopie") erfolgreich und schonend die Prostata entfernt. Der Patient, ein 65 Jahre alter Mann, litt an einer Prostatakrebserkrankung. Die minimal-invasive Technik ist deutlich schonender, da der Patient nach der Operation praktisch schmerzfrei und weniger geschwächt ist und früher nach Hause entlassen werden kann.

Erfolgreicher Einsatz auch bei bösartigen Prostata-Tumoren

Bei dem Computer-assistierten Da-Vinci-Operationssystem handelt es sich um eine neue, hoch entwickelte Medizintechnik, die sehr präzise, aber wenig belastende minimal-invasive Operationen erlaubt. An der Heidelberger Klinik wird dieses System schon länger erfolgreich bei der Operation von bösartigen Prostatatumoren eingesetzt.

"Ein Vorteil gegenüber der herkömmlichen Laparoskopie ohne Computerassistenz ist die hohe Beweglichkeit der Instrumente mit sechs Freiheitsgraden", erklärt Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. Zudem können die Bewegungsabläufe der Operationsinstrumente auf Bruchteile von Millimetern genau durchgeführt werden. Der Chirurg hat optimalen Einblick in das OP-Feld durch eine variable optische Vergrößerung und eine dreidimensionale Abbildungstechnik. Dadurch ist ein sehr präzises Operieren möglich und das Blutungsrisiko während der Operation ist verringert.

... mehr zu:
»Prostata

"In den USA gehört diese Methode schon zum OP-Alltag vieler bekannter Krankenhäuser," erklärt Professor Hohenfellner. Dort werden nahezu ein Drittel aller radikalen Prostataoperationen mit dem Da-Vinci-System ausgeführt. In Europa und Deutschland gibt es bislang nur wenige urologisch genutzte Systeme. Hier nimmt die Urologische Universitätsklinik Heidelberg eine Vorreiterrolle ein. In der Heidelberger Klinik war Anfang 2007 zudem erstmals in Deutschland eine radikale Entfernung von Harnblase und Prostata durchgeführt worden.

Kontakt:
Professor Dr. Markus Hohenfellner
Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg
Tel: 06221 / 56 63 21 (Sekretariat)
Weitere Information im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Urologie-und-Poliklinik.1013.0.html
www.prostatacentrum-heidelberg.de
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.prostatacentrum-heidelberg.de
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Urologie-und-Poliklinik.1013.0.html
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Prostata

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Spezialisten-Zellen helfen Gedächtnis auf die Sprünge
17.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie