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Fußkomplikationen bei Typ-2-Diabetes wirkungsvoll vorbeugen

18.12.2007
Nach Abschluss der öffentlichen Konsultationsphase wurde jetzt die Patientenleitlinie "Prävention und Behandlungsstrategien bei Fußkomplikationen" frei zugänglich im Internet veröffentlicht.

Die Empfehlungen dieser PatientenLeitlinie beruhen auf der Nationalen VersorgungsLeitlinie "Prävention und Behandlungsstrategien bei Fußkomplikationen". Patienten und Ärzten steht damit die gleiche Informationsgrundlage zur Verfügung.

Diabetes kann verschiedene Folgeerkrankungen verursachen. Dazu gehört auch der "diabetische Fuß". Durch krankheitsbedingte Schädigungen der Gefäße und Nerven kommt es zu Durchblutungsstörungen. Sie werden von den Betroffenen nicht immer rechtzeitig bemerkt. Von 100 Menschen, die in Deutschland an Diabetes erkrankt sind, leiden ungefähr vier an Fußkomplikationen. Diese können so schwerwiegend sein, dass eine Amputation durchgeführt werden muss.

Dies kann nur durch eine gute Vorbeugung oder möglichst frühzeitige Behandlung bereits bestehender Schäden verhindert werden. Neben der ärztlichen Versorgung kommt es besonders auf die Aufmerksamkeit der Betroffenen an! Das Wissen um die Erkrankung und ihre Gefahren, eine sorgfältige Selbst-Beobachtung und ein gesundheitsfördernder Lebensstil können helfen, solchen schweren Komplikationen vorzubeugen oder sie möglichst frühzeitig zu erkennen.

In der PatientenLeitlinie "Prävention und Behandlungsstrategien bei Fußkomplikationen" finden Diabetiker wichtige Informationen, Hinweise und Tipps zur Vorbeugung von Fußkomplikationen. Für den Fall, dass bereits Verletzungen an den Füßen aufgetreten sind, werden Möglichkeiten der Behandlung erläutert. Die PatientenLeitlinie wurde in Zusammenarbeit mit Vertretern des Deutschen Diabetiker Bundes e.V., der BAG SELBSTHILFE e.V. und der DAG SHG e.V. erstellt. Grundlage für die PatientenLeitlinie ist die Nationale VersorgungsLeitlinie zu Fußkomplikationen bei Typ-2-Diabetes. Die "Übersetzung" einer an Ärzte gerichteten Leitlinie in eine patientenverständliche Sprache wurde so kombiniert mit den Erfahrungen betroffener Patienten.

PatientenLeitlinien sind ein wichtiger Bestandteil des Programms für Nationale VersorgungsLeitlinienÓ, das von der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften getragen wird. Die Koordination erfolgt durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin.

Dr. Sylvia Sänger | idw
Weitere Informationen:
http://www.versorgungsleitlinien.de
http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes2/dm2_fuss/pdf/pll_dm2_fuss.pdf

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