Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hand in Hands for Children - Kinder-Krebsstation wird übergeben

17.05.2002


Eine neue, hochmoderne Kinderkrebsstation, die Hand in Hand for Children -Kinderkrebsstation der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig wird am 21. Mai übergeben. Die Station befindet sich auf dem Gelände der Universitätskinderklinik in der Oststraße.

Eine neue, hochmoderne Kinderkrebsstation, die Hand in Hand for Children-Kinderkrebsstation der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig wird am 21. Mai übergeben. Die Station befindet sich auf dem Gelände der Universitätskinderklinik in der Oststraße. Die jungen Patienten, ihre Familien sowie das Behandlungsteam der einzigen pädiatrisch onkologischen Station im Großraum Leipzig können sich auf moderne, kind- und familiengerechte sowie freundlich gestaltete Krankenzimmer und Funktionsräume freuen.

Zeit: Dienstag, den 21.5. 2002, 13.00 Uhr,
Ort: Oststraße 21/25

In knapp sechs Monaten wurde die neue Kinderkrebsstation, die Helping KIK 4 in der Klinik fertiggestellt und wird nun ihren Nutzern übergeben. Für den Klinikdirektor Prof. Dr. Wieland Kiess ist damit ein weiterer Meilenstein bei der Verbesserung der räumlichen Bedingungen für die Patienten der Universitätskinderklinik gesetzt.

In sechs Zwei- und zwei Einbettzimmern können insgesamt 14 Patienten im Alter von 0 bis 18 Jahren betreut werden. Die hellen und freundlichen Zimmer sind wesentlich größer als bisher und bieten viel Platz für Pflege und Betreuung, aber auch zum Spielen. Die Zimmer sind nicht in dem üblichen Krankenhausweiß gehalten, sondern pastellfarben gestrichen und mit blauen Möbeln und Türen versehen. Stationschef Prof. Dr. Dieter Körholz und seine Mitarbeiter legten viel Wert auf die farbige Gestaltung der Zimmer und der gesamten Station, "denn", so Körholz, "die Kinder und ihre Familien sollen sich auch bei uns im Krankenhaus in einer freundlichen Umgebung befinden. Außerdem können wir jetzt unser Behandlungskonzept, das die ganze Familie des kranken Kindes einschließt, viel besser umsetzen." Um den Kindern und Jugendlichen den Kontakt mit ihren Freunden und Klassenkameraden zu erleichtern verfügt jedes Zimmer über einen Telefon- und Internetanschluss.

Die Kinder und die Krankenhausmitarbeiter empfinden aber auch den neuen Flur als großen Fortschritt. Der gleiche Flur, der früher mit alten grauen, abgeschabten und platzfordernden Schränken mit allen notwendigen Utensilien vollgestellt war, ist jetzt groß und übersichtlich und kann für ein schon genesendes Kind schon einmal Laufstrecke sein. Medikamente, Verbandmaterialien und alles andere, was für die Patientenbetreuung benötigt wird, kann jetzt mit modernen Modulsystemen bereitgestellt werden. An der Decke des Korridors befindet sich auch ein Signalsystem, dass dem Stationspersonal genau anzeigt, wo ihre Hilfe gefragt ist.

Besonders angenehm, vor allem für die größeren Kinder, sind die Sanitärzellen mit Toilette, Dusche und Waschbecken für jedes Krankenzimmer. Auch hier sind freundliche Akzente durch bunte Fliesen gesetzt. Ein Bad mit einer richtigen Badewanne befindet sich zusätzlich auf Station. Hier ist der Fortschritt gegenüber der alten Station besonders groß, die über einen einzigen Sanitärtrakt für die gesamte Station verfügte.

In die Station integriert ist auch eine sogenannte "Sterileinheit" für Patienten mit besonders hohem Ansteckungsrisoko, u.a. nach Hochdosis-Chemotherapie oder Hyperthermie. Alles ist mit modernsten Geräten ausgestattet, die man aus der Übergangsstation z.T. schon mitgebracht hat. Kinder, die ihr Bett verlassen können, finden Unterhaltung im Spielzimmer direkt auf Station. Für ihre Eltern wurde ein Rückzugsraum eingerichtet und eine kleine Küche, in der sie auch das Lieblingsessen ihres Kindes zubereiten können. Das ist nicht zu unterschätzen, besonders für die Kinder die längere Zeit im Krankenhaus zubringen müssen.

Auf der gleichen Ebene wie die Krebsstation, direkt gegenüber, befindet sich ein Funktionstrakt mit Räumen für die Physiotherapie, ein Musik- und Sporttherapieraum, ein Psychologenzimmer und nicht zu vergessen die Klinikschule. "Diese Lösung ermöglicht die Umsetzung des Konzepts der therapiebegleitenden Rehabilitation", erklärt Prof. Körholz. "Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kinder seelischen und körperlichen Beistand während der gesamten Therapie erhalten. Denn alles, was zu ihrem Wohlbefinden beiträgt, kann den Heilungsprozess nur positiv beeinflussen."

Der Umbau und die Einrichtung der neuen Station haben insgesamt 970 000 DM gekostet. Dabei erfuhr die Kinderkrebsstation von allen Seiten Unterstützung. 500 000 DM hat allein die Organisation "Hand in Hand for Children" mit Sitz in Köln gespendet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben kranken Kindern ein freundliches, kraftspendendes Umfeld zu schaffen; 200 000 DM spendete die "Elternhilfe für krebskranke Kinder" e.V.; 265 000 DM steuerte das Klinikum bei.

Zur Eröffnung der neuen Kinderkrebsstation laden Prof. Kiess und Prof. Körholz herzlich ein!

weitere Informationen: Name: Birgit Plöttner
Telefon: 0341 97 26 064 oder 01783544020
E-Mail: mwulftange@aol.com

Dr. Bärbel Adams | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise